"Grausam ermordet"

adidas-Aktie springt an: adidas wehrt sich gegen Känguru-Leder-Vorwürfe - Analystengespräch wirkt positiv


adidas-Aktie springt an: adidas wehrt sich gegen Känguru-Leder-Vorwürfe - Analystengespräch wirkt positiv

Der Sportartikelhersteller adidas wehrt sich gegen Vorwürfe von Tierschützern, für die Herstellung von Fußballschuhen würden Kängurus "grausam ermordet".

Der Anteil von Känguru-Leder bei der Herstellung von Fußballschuhen liege inzwischen bei deutlich unter 0,5 Prozent, sagte ein adidas-Sprecher. "Wir beziehen das Leder ausschließlich von Zulieferern, die von der australischen Regierung überwacht und zertifiziert werden, um sowohl das Tierwohl als auch den Artenschutz zu gewährleisten", betonte er.

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Tierschützer haben via Instagram für kommenden Montag zu einer Demonstration vor der adidas-Firmenzentrale in Herzogenaurach aufgerufen. adidas sei der einzige der großen Sportschuhhersteller, der noch auf Känguru-Leder zurückgreife, heißt es auf der Internetseite der Kampagne "kangaroosarenotshoes.org". Andere Hersteller machten vor, wie etwa veganes Leder als Alternative dienen könne.

adidas-Aktien haken schlechte PUMA-Nachrichten ab

Die am Vortag von Geschäftszahlen des Rivalen PUMA in Mitleidenschaft gezogenen adidas-Aktien haben am Donnerstag wieder Schwung geholt. Während es für PUMA wegen des enttäuschenden Ausblicks weiter bergab ging, zogen die adidas-Aktien zur Mittagszeit an, nachdem sie über weite Strecken auch nochmals etwas schwächer tendiert hatten. Zuletzt betrug das Kursplus fast fünf Prozent auf 174 Euro, was sie zum besten DAX-Wert machte. Der deutsche Leitindex stand kurz vor dem nächsten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank im Minus.

Als Grund für den Kurssprung bei adidas vermuteten Händler am Donnerstag mögliche Aussagen im Rahmen eines Analysten-Gesprächs, in dem wohl über die Entwicklung des Sportartikelhändlers gesprochen worden sei.

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Anberaumt sind die Jahreszahlen eigentlich erst im März, doch könnten vorab schon Eckdaten bekannt gegeben werden. Solche Vorab-Gespräche, sogenannte "Pre-Close Calls", sind bei großen europäischen Unternehmen eine seit langem übliche Praxis, um Analysten im Vorfeld etwas Orientierung zu geben. Am Dienstag waren Kursbewegungen bei Volkswagen schon ähnlich begründet worden.

HERZOGENAURACH / FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: TonyV3112 / Shutterstock.com, Photoman29 / Shutterstock.com

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