Quartalszahlen

Oracle: Mustergültig durch die Krise


Am Donnerstag veröffentlicht die US-Firma Oracle ihre Unternehmenszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2010.

Von Jörg Bernhard

Aus charttechnischer Sicht ging die internationale Finanzkrise natürlich nicht spurlos vorüber. Im Gegensatz zu vielen Banken übertrifft der Softwarewert sein Kursniveau von vor fünf Jahren mit 69 Prozent dennoch relativ deutlich. Bei der Analyse fundamentaler Kennzahlen sucht man jedoch vergeblich nach der Krise. In den vergangenen fünf Geschäftsjahren gab es in jedem Jahr wachsende Umsätze, zunehmende operative Gewinne, steigende Nettogewinne und auch beim Ergebnis pro Aktie auf verwässerter Basis ging es nur in eine Richtung und zwar bergauf. Während dieses Zeitraums machte das Wachstumsunternehmen seinem Namen alle Ehre und erzielte ein jährliches Umsatzwachstum von über 18 Prozent und beim Ergebnis pro Aktie ein Plus von immerhin über 16 Prozent. Vieles deutet darauf hin, dass sich diese Erfolgsgeschichte fortsetzen wird. So brachte der Konzern das Kunststück fertig, im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres trotz eines Umsatzrückgangs von 5,2 Prozent beim Ergebnis pro Aktie um fast 5 Prozent zuzulegen.

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Starker Optimismus bei Analysten

Für das zweite Quartal erwarten die meisten Analysten eine weitere Gewinnsteigerung. Von insgesamt 28 Analystenschätzungen (Quelle: First Call / Thomson Financial) lag die niedrigste bei 0,33 Dollar und die höchste bei 0,37 Dollar. Im Durchschnitt führte dies zu einem Mittelwert von 0,36 Dollar. Ähnlich positiv sehen die Ratings der Experten aus: Von 37 abgegebenen Urteilen lauteten 10 auf „Strong Buy“, 18 auf „Buy“, 8 auf „Hold“ und lediglich eines auf „Sell“. Starke Meinungsunterschiede waren allerdings bei den prognostizierten Kurszielen zu erkennen. Die pessimistischste Prognose lag bei 16,25 Dollar, während der optimistischste Analyst ihr ein Kursziel von immerhin 30 Dollar zutraut. Bei einem durchschnittlichen Mittelwert von 24,91 Dollar weist die Oracle-Aktie auf Basis des Schlusskurses vom Freitag ein Potenzial von „lediglich“ 9,4 Prozent auf. Das charttechnische Potenzial erscheint hingegen relativ begrenzt zu sein, da im Bereich von 23 Dollar starke Widerstände existieren. Seit Herbst 2007 ist der Titel an diesen Hürden mehrfach gescheitert.

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