Advantage2-Systeme

D-Wave-Aktie steigt: Kanada fördert Projekt für kommerzielles Quantencomputing


D-Wave-Aktie steigt: Kanada fördert Projekt für kommerzielles Quantencomputing

Kanadische Fördermittel sollen D-Waves Annealing-Software voranbringen und Unternehmen dabei helfen, größere und komplexere Optimierungsprobleme zu lösen.

  • Kanadische Forschungsbehörde unterstützt Software für Annealing-Quantencomputer
  • Neue Algorithmen sollen Optimierungsprobleme auf Advantage2 lösbar machen
  • Analysten bewerten Aktie trotz gesenkter Kursziele mehrheitlich mit Kaufempfehlungen
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D-Wave Quantum erhält vom National Research Council of Canada eine Förderung von bis zu 300.000 kanadischen Dollar, um Software für kommerzielles Annealing-Quantencomputing weiterzuentwickeln. Das Projekt soll neue Algorithmen für die Zephyr-Topologie der Advantage2-Systeme liefern und in das Open-Source-Kit Ocean einfließen. An der NASDAQ gab die Aktie von D-Wave Quantum am Mittwoch nachbörslich um 0,77 Prozent auf 20,58 US-Dollar nach, nachdem sie im regulären Handel noch um 2,52 Prozent auf 20,74 US-Dollar zugelegt hatte. Im Handel am Donnerstag ging es letztlich um 0,77 Prozent nach oben auf 20,9 US-Dollar.

Förderung für D-Wave Quantum aus Kanada

Das National Research Council of Canada (NRC) stellt D-Wave Quantum im Rahmen des "Applied Quantum Computing Challenge"-Programm bis zu 300.000 kanadischen Dollar zur Verfügung, wie das Unternehmen am Mittwoch per Pressemitteilung verkündete. Ziel ist die Weiterentwicklung von Software und Algorithmen für Annealing-Quantencomputer, die kommerziell eingesetzt werden können. Das D-Wave-Team arbeitet dafür am Quantum Centre of Engineering Excellence in Burnaby, British Columbia, mit dem NRC zusammen.

Das Programm bringt laut D-Wave Regierung, Industrie und Wissenschaft zusammen, um die Kommerzialisierung von Quantentechnologien zu beschleunigen und Kanadas Position im angewandten Quantencomputing zu stärken. Bereits im März 2021 hatte der Strategic Innovation Fund D-Wave laut dem Fachmedium Innovation News Network mit 40 Millionen kanadischen Dollar unterstützt. Die aktuelle Förderung reiht sich damit in eine längere Historie staatlicher Unterstützung für das Unternehmen ein.

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Neue Algorithmen für Advantage2-Systeme

Konkret soll das Projekt neue Graph-Minor-Embedding-Algorithmen für die Zephyr-Topologie entwickeln und diese in das unternehmenseigene Open-Source-Entwicklungskit Ocean integrieren. Quantum Computing Report ordnete Minor Embedding als grundlegende mathematische Übersetzungsschicht ein, die komplexe, stark vernetzte Optimierungsprobleme auf den physischen Qubit-Graphen einer Annealing-Quantenprozessoreinheit abbildet. Die Advantage2-Systeme verfügen laut der Nachrichtenseite über mehr als 4.400 Qubits und mehr als 40.000 Koppler, wobei jedes Qubit bei der Zephyr-Topologie mit 20 anderen verbunden ist, gegenüber 15 bei der Vorgänger-Architektur Pegasus.

Dr. Trevor Lanting, Chief Development Officer von D-Wave, erklärte in der Pressemitteilung, Softwareinnovation sei entscheidend, um die Leistungsfähigkeit und kommerzielle Wirkung von Quantencomputing zu erweitern. Ziel sei es, Software zu entwickeln, die Kunden befähigt, größere und komplexere Optimierungsprobleme zu lösen, und die zugleich das kanadische Quanten-Ökosystem stärkt.

Ob die im Rahmen der NRC-Förderung entwickelten Algorithmen letztlich tatsächlich zu neuen Kundenprojekten für Advantage2-Systeme führen, dürfte sich jedoch erst in kommenden Quartalsberichten zeigen.

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Carolin Ludwig, Martina Köhler, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

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