AKTIEN IM FOKUS: Rüstungstitel gefragt - Rheinmetall mit Milliarden-Auftrag


AKTIEN IM FOKUS: Rüstungstitel gefragt - Rheinmetall mit Milliarden-Auftrag

FRANKFURT/PARIS/MAILAND/LONDON (dpa-AFX) - Rüstungskonzerne sind am Donnerstag europaweit auf Kaufinteresse gestoßen. Die Nachrichten aus dem Nahen Osten begünstigten die Branchenstimmung. In der Meerenge von Hormus lieferten sich die USA und der Iran trotz der bestehenden Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitige Angriffe.

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Im Dax führte Rheinmetall mit einem Plus von 4,6 Prozent die Gewinnerliste an. Damit setzten die Aktien ihre Erholung vom Mitte Mai markierten Tief seit April vergangenen Jahres fort. Der Konzern vermeldete einen Auftrag für mehr als 2.000 militärische Transportfahrzeuge im Wert von rund einer Milliarde Euro. Die Analysten von Deutsche Bank Research schrieben zudem, dass Rheinmetall-Finanzchef Klaus Neumann auf der hauseigenen "European Champions Conference" das Unternehmen auf einem guten Weg zu den Jahreszielen sehe.

Für 2026 steht beim einstigen Überflieger indes immer noch ein Kursrückgang von gut 17 Prozent zu Buche. Wegen der zunehmenden Bedeutung von Drohnen waren in den vergangenen Monaten auch Sorgen über das Produktportfolio des Dax-Konzerns aufgekommen, das bisher vor allem aus Rad- und Kettenfahrzeugen sowie Waffensystemen und Munition besteht.

Die Branchenkollegen aus der zweiten und dritten deutschen Börsenreihe, die sich seit Jahresbeginn allesamt besser als Rheinmetall geschlagen haben, waren am Donnerstag ebenfalls gefragt. TKMS (TKMS thyssenkrupp Marine Systems), RENK und HENSOLDT belegten mit Kursaufschlägen von bis zu 8,3 Prozent die vorderen Plätze im MDAX.

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Der Spezialchemiekonzern Alzchem (Alzchem Group), der unter anderem den Sprengstoff Nitroguanidin herstellt, war mit einem Plus von 4,4 Prozent im Nebenwerte-Index SDAX unter den besten Werten.

In Paris waren die Aktien von Thales mit plus 2,4 Prozent ebenfalls begehrt. Für Leonardo in Mailand und BAE Systems in London ging es um 3,8 beziehungsweise 1,8 Prozent bergauf./gl/err/jha/

Bildquellen: Maksim Kabakou / Shutterstock.com

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