Ampel offenbar einig bei Energiepreisbremse zu Boni und Dividenden


FRANKFURT (Dow Jones)--Die Ampelkoalition hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel beim Gesetz zur Strom- und Gaspreisbremse einen entscheidenden Streitpunkt ausgeräumt. Dabei geht es um die Frage, ob Unternehmen ihren Vorständen, Geschäftsführern oder Aufsichtsräten Boni bezahlen und den Anteilseignern Dividenden ausschütten dürfen. Hier setzten sich laut Spiegel insbesondere die Grünen durch.

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Bekommen Unternehmen zwischen 25 und 50 Millionen Euro staatliche Unterstützung aus den subventionierten Strom- und Gaspreisen, so dürfen sie die Boni an ihre Führung im nächsten Jahr nicht anheben. Die Ausschüttung von Dividenden bleibt laut Spiegel unberührt. Ab einer Hilfszahlung von 50 Millionen Euro dürfen weder Boni noch Dividenden ausgezahlt werden. Damit bleibt es bei einer Einigung, die die drei Spitzenhaushälter von SPD, Grünen und FDP ausgehandelt hatten.

Der Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums zur Gas- und Strompreisbremse, der vom Bundeskabinett angenommen wurde, kann nun im Bundestag beschlossen werden. Die Zeit drängt. Denn er muss in dieser Woche abgestimmt werden, damit ihn der Bundesrat am Freitag final durchwinkt. Die Regelungen sollen ab dem 1. März in Kraft treten, aber rückwirkend ab dem 1. Januar berechnet und ausgezahlt werden.

Die FDP hatte den ursprünglich von allen drei Haushältern ausgehandelten Kompromiss zu den Boni und Dividenden wieder infrage gestellt. Daraufhin begannen intensive Verhandlungen, auch über das Wochenende, die erst am Montagmittag erfolgreich beendet werden konnten.

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DJG/rio/mgo

(END) Dow Jones Newswires

December 12, 2022 12:30 ET (17:30 GMT)