Auftragsbestand der deutschen Industrie auf neuem Rekordhoch
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Juli weiter gestiegen und hat ein neues Rekordniveau erreicht. Verglichen mit dem Vormonat legte er kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war der Auftragsbestand kalenderbereinigt 12,6 Prozent höher. "Damit hat der Auftragsbestand des verarbeitenden Gewerbes einen neuen Höchststand seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015 erreicht", erklärte Destatis.
Die offenen Aufträge aus dem Inland erhöhten sich im Juli um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und die aus dem Ausland um 0,8 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern erhöhte sich der Auftragsbestand um 0,6 Prozent, bei den Herstellern von Investitionsgütern um 0,7 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand 0,8 Prozent niedriger.
Im Juli betrug die Reichweite des Auftragsbestands wie im Vormonat 8,0 Monate. Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug die Reichweite 11,9 Monate, bei Vorleistungsgütern lag sie bei 4,0 Monaten und bei Konsumgütern betrug die Reichweite wie im Vormonat 3,5 Monate. Selbst wenn die Auftragseingänge abrupt stoppen würden, könnten die Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes im Durchschnitt für diese Zeitspanne weiter produzieren.