Auftragsbestand der deutschen Industrie sinkt im Januar


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragsbestand der deutschen Industrie ist im Januar gesunken. Verglichen mit dem Vormonat reduzierte sich der Auftragsbestand um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Auftragsbestand kalenderbereinigt 1,2 Prozent höher.

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Die offenen Aufträge aus dem Inland blieben im Januar gegenüber Dezember unverändert, während der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland um 0,8 Prozent sank. "Der Auftragsbestand befindet sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau", erklärte Destatis. "Im Vor-Corona-Vergleich lag der Auftragsbestand im Januar 2023 um 28,7 Prozent höher als im Januar 2020."

Der starke Anstieg ist dabei zu einem erheblichen Teil auf Lieferkettenprobleme zurückzuführen, die insbesondere von Mitte 2021 bis Mitte 2022 große Teile der industriellen Produktion beeinträchtigten und so einen Auftragsstau verursachten. Mit der abnehmenden Materialknappheit gleichen sich Auftragseingänge und Produktion zunehmend an.

Im Januar verharrte die Reichweite des Auftragsbestands bei 7,4 Monaten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug die Reichweite 10,7 Monate, bei den Herstellern von Vorleistungsgütern 3,8 Monate und bei den Herstellern von Konsumgütern 3,4 Monate.