Auftragsbestand deutscher Industrie steigt - Reichweite sinkt
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragsbestand des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland ist im Oktober nach einem Rückgang im Vormonat wieder gestiegen. Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) erhöhte sich der Auftragsbestand auf Monatssicht um 0,3 Prozent und lag um 5,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Die offenen Inlandsaufträge stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und die Auslandsaufträge um 0,3 Prozent. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern verringerte sich der Auftragsbestand um 0,6 Prozent, bei den Herstellern von Investitionsgütern stieg er um 0,4 Prozent. Im Bereich der Konsumgüter lag der Auftragsbestand 0,7 Prozent höher als im Vormonat.
Die Auftragsreichweite sank im Durchschnitt auf 7,6 (September: 7,7) Monate. Bei den Herstellern von Investitionsgütern betrug die Reichweite 11,3 (11,4) Monate, bei Vorleistungsgütern lag sie bei 3,7 (3,8) Monaten und bei Konsumgütern betrug sie unverändert 3,5 Monate.
Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs gegen die Ukraine und anhaltende Verwerfungen durch die Corona-Krise führen laut Destatis weiterhin zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge. Laut Umfrage des Ifo-Instituts klagt mehr als die Hälfte der Industrieunternehmen über Engpässe und Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und Rohstoffen.
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December 19, 2022 02:13 ET (07:13 GMT)