Bei Seattle

Bayer-Aktie gibt weiter nach: US-Gericht verurteilt Bayer-Tochter Monsanto zu dreistelliger Millionenstrafe


Bayer-Aktie gibt weiter nach: US-Gericht verurteilt Bayer-Tochter Monsanto zu dreistelliger Millionenstrafe

Ein US-Geschworenengericht hat die Bayer-Tochter Monsanto zur Zahlung von 165 Millionen Dollar an Mitarbeiter einer Schule nordöstlich von Seattle verurteilt.

Die Geschworenen im Bundesstaat Washington befanden, dass das Unternehmen haftbar für den Verkauf von PCB-haltigen Produkten sei, die im Sky-Valley-Bildungszentrum in der Stadt Monroe im Staat Washington verwendet worden seien. Die Produkte waren nach Einschätzung der Jury nicht sicher und enthielten keine angemessenen Warnhinweise. Die sechs Lehrer und ein Hausmeister hatten behauptet, dass die von Monsanto hergestellte Chemikalie PCB bei ihnen zu Krebs, Hirnschäden und anderen gesundheitlichen Problemen geführt habe. Monsanto hatte PCB bis 1977 produziert.

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Die Entscheidung der Jury ist die jüngste Niederlage für das Unternehmen, das nach Angaben eines Anwalts der Kläger nun mit Urteilssprüchen im Volumen von fast 870 Millionen Dollar wegen angeblicher PCB-Belastung im Sky-Valley-Bildungszentrum konfrontiert ist. Monsanto will das Urteil anfechten. Blut-, Luft- und andere Tests zeigten, dass die Mitarbeiter in der Schule keinen unsicheren PCB-Werten ausgesetzt gewesen seien, erklärte die Bayer-Tochter. PCB war vielseitig eingesetzt worden, etwa in Bodenreinigern oder Farbe. Die US-Regierung hatte den Stoff 1979 verboten, nachdem er als krebsverdächtigt eingestuft worden war.

So reagieren die Bayer-Aktien

Nach einer Stabilisierung am Vortag haben die Aktien von Bayer am Mittwoch erneut den Rückwärtsgang eingelegt. Zu Handelsschluss fielen sie via XETRA um 3,44 Prozent auf 32,82 Euro und drohten somit unter das Tief vom Wochenbeginn bei 32,60 Euro zu fallen - auf den dann niedrigsten Stand seit dem Jahr 2006.

Als leicht negativ für den Kurs werteten Händler einen Medienbericht, wonach der übernommene US-Konzern Monsanto von einem US-Gericht zu einer Schadenersatzzahlung in dreistelliger Millionen-Dollar-Höhe verurteilt wurde. Schwerer wögen aber nach wie vor die milliardenschwere Glyphosat-Niederlage in den USA und der Abbruch einer klinischen Studie mit einem Medikamentenhoffnungsträger.

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Anleger verkauften weiterhin in jede leichte Stabilisierung hinein, sagte ein Händler. Das sei bereits am Vortag zu beobachten gewesen, als oberhalb von 34 Euro immer wieder das Aktienangebot überwogen habe. Als mittlerweile zweitschwächste Aktie im DAX hinter Siemens Energy könne sich diese Tendenz mit Blick auf den Jahresultimo zunächst noch fortsetzen.

Reuters / dpa-AFX

Bildquellen: Lukassek / Shutterstock.com, Taina Sohlman / Shutterstock.com

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