Besserer Schutz

Aktien von HENSOLDT und Telekom uneins: Flugsicherung plant Zusammenarbeit für Drohnenabwehr


Aktien von HENSOLDT und Telekom uneins: Flugsicherung plant Zusammenarbeit für Drohnenabwehr

Für einen besseren Schutz vor Drohnen arbeitet der Staat mit dem Rüstungselektronik-Konzern HENSOLDT und der Deutschen Telekom zusammen.

Es sei ein bundesweites Netz zur Erkennung und zur Abwehr von Drohnen geplant, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen (Hessen) mit. Zuvor hatte die "Welt" darüber berichtet.

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Es geht um eine durch Künstliche Intelligenz (KI) gestützte Plattform, mit der Daten von Handynetz-Masten mit Abwehranlagen an Flughäfen, Kraftwerken und Bundeswehr-Standorten verbunden werden. Sensoren liefern Daten, die automatisiert ausgewertet werden. Dadurch soll ein deutschlandweites Drohnen-Luftlagebild entstehen, das die Grundlage sein soll für die Abwehr feindlicher Flugkörper. In die Plattform sollen Anwendungen anderer Hersteller integriert werden können.

Um kritische Infrastrukturen zu schützen, müssten verfügbare Kräfte gebündelt werden, zitiert die "Welt" DFS-Chef Arndt Schoenemann. Die teils gezielten Angriffe auf Flughäfen seien als "Beginn einer hybriden Kriegsführung" zu sehen, deren wirksame Bekämpfung noch an Zuständigkeitsfragen auf Bundes- und Länderebene scheitere. "Statt eines Flickenteppichs an Einrichtungen und Zuständigkeiten brauchen wir eine zentral geführte Drohnendetektion und -abwehr, bei der alle Informationen zusammenfließen."

Die HENSOLDT-Aktie notiert am Freitag im XETRA-Handel zeitweise 5,12 Prozent tiefer bei 74,84 Euro, während die Telekom-Aktie 1,37Prozent auf 28,12 Euro gewinnt.

/wdw/DP/men

LANGEN (dpa-AFX)

Bildquellen: HENSOLDT, Cineberg / Shutterstock.com

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