Bestechungsvorwürfe

Rio Tinto-Aktie unbeeindruckt: Rio Tinto zahlt US-Strafe wegen Bestechungsvorwürfen im Ausland


Rio Tinto-Aktie unbeeindruckt: Rio Tinto zahlt US-Strafe wegen Bestechungsvorwürfen im Ausland

Das Bergbauunternehmen Rio Tinto zahlt eine zivilrechtliche Strafe von 15 Millionen US-Dollar, um eine jahrelange Untersuchung wegen angeblicher Verstöße gegen das US-Gesetz zu ausländischer Bestechung beizulegen.

Das teilte die US-Börsenaufsicht SEC mit.

Die Vorwürfe zu den von Rio Tinto angeblich geleisteten Schmiergeldern haben mehrere Korruptionsuntersuchungen in den USA, Großbritannien und Australien ausgelöst. Das Unternehmen gab im November 2016 bekannt, dass es auf E-Mail-Korrespondenz aus dem Jahr 2011 im Zusammenhang mit Zahlungen an einen Berater aufmerksam geworden ist und eine interne Untersuchung eingeleitet hat. Rio Tinto soll 2011 einen französischen Investmentbanker und engen Freund eines ehemaligen hochrangigen guineischen Regierungsbeamten als Berater engagiert haben, um ihm zu helfen, die Schürfrechte in dem Land zu erhalten, so die SEC. Der Berater begann im Auftrag des britisch-australischen Unternehmens zu arbeiten und erhielt 10,5 Millionen US-Dollar für die Unterstützung beim Erwerb von Rechten in der Bergregion Simandou in Guinea, die über eines der größten unerschlossenen Eisenerzvorkommen der Welt verfügt, so die SEC.

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Der Berater soll außerdem einem guineischen Regierungsbeamten im Zusammenhang mit den erfolgreichen Bemühungen des Unternehmens, seine Schürfrechte zu erhalten, eine unzulässige Zahlung angeboten und versucht haben, diese zu leisten, so die SEC. Die Wertpapieraufsichtsbehörde erklärte, dass die Zahlungen an den Berater in den Büchern von Rio Tinto nicht korrekt verbucht wurden und das Unternehmen nicht über ausreichende interne Kontrollen verfügte, um das angebliche Fehlverhalten aufzudecken.

Die SEC lobte Rio Tinto für die Zusammenarbeit bei der Untersuchung, indem es rechtzeitig Dokumente zur Verfügung stellte und seine Mitarbeiter für Interviews zur Verfügung stellte. Das Unternehmen hat außerdem die für das mutmaßliche Fehlverhalten verantwortlichen Mitarbeiter entlassen und seine internen Kontrollen und Compliance-Programme verstärkt, so die SEC.

Rio Tinto hat der Anordnung der SEC zugestimmt, ohne die Vorwürfe zu bestätigen oder zu bestreiten.

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Die Aktie von Rio Tinto zeigt sich an der Börse in London zeitweise kaum bewegt mit einem marginalen Plus von 0,14 Prozent bei 59,80 GBP.

LONDON (Dow Jones)

Bildquellen: Aaron Bunch/Getty Images, PHILIPPE LOPEZ/AFP/Getty Images

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