Bruttorenten im Jahr 2022 um 5,7 Prozent gestiegen
BERLIN (Dow Jones)--Die durchschnittliche Bruttoaltersrente ist in Deutschland im vergangenen Jahr um 5,7 Prozent auf 1.550 Euro gestiegen. Dabei bekamen Männer nach mindestens 35 Versicherungsjahren deutschlandweit im Durchschnitt 1.728 Euro und Frauen 1.316 Euro, wie aus dem neuesten Rentenatlas hervorgeht. Die höchsten Bruttorenten wurden ungeachtet des Geschlechts im Saarland bezogen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Hessen. Die niedrigsten Bruttorenten wurden in den ostdeutschen Bundesländern gezahlt, mit Thüringen an letzter Stelle.
Im Rentenbestand Ende 2022 lagen die durchschnittlichen Renten für Männer am höchsten in Nordrhein-Westfalen mit rund 1.845 Euro und im Saarland mit rund 1.840 Euro. "Früher arbeiteten hier viele Männer in gut bezahlten Jobs im Bergbau und erhalten heute daraus vergleichsweise hohe Renten", erklärte die Deutsche Rentenversicherung Bund.
Gemessen an den anderen östlichen Bundesländern erhielten Rentner in Berlin-Ost mit rund 1.699 Euro relativ hohe Altersbezüge aufgrund des relativ hohen Anteils an Rentnern mit Ansprüchen aus ehemaligen Zusatz- und Sonderversorgungssystemen der DDR. Auch Frauen bekamen im Durchschnitt im Ostteil Berlins mit 1.501 Euro die höchsten Renten.
Insgesamt war die Differenz zwischen den Durchschnittsrenten für Männer und Frauen im Osten Deutschlands geringer als im Westen. Die Rentenversicherung führte dies darauf zurück, dass Frauen im Osten weniger teilzeitbeschäftigt waren. "Dadurch sind dort die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen geringer als im Westen", erklärte die Rentenversicherung.
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July 10, 2023 06:26 ET (10:26 GMT)