Centeno: EZB darf nicht zu aggressiv agieren


FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) darf nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Mario Centeno bei der Straffung ihrer Geldpolitik nicht zu aggressiv vorgehen. Portugals Notenbankchef Centeno sagt laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bei einer Konferenz in Lissabon, dass eine Normalisierung der Geldpolitik zwar absolut notwendig sei, dass geldpolitische Entscheidungen aber gleichzeitig von Flexibilität und Proportionalität geleitet sein müssten.

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Die Kosten einer aggressiven Geldpolitik könnten größer sein als deren Vorteile. Zudem sei ihre Wirksamkeit angesichts von Angebotsschocks wie den Verwerfungen auf den Energiemärkten und den Engpässen bei Rohstoffen begrenzt. Ein Entscheidungsträger dürfe selbst kein Faktor der Instabilität werden. "Und das wird schlimmer, wenn die Entscheidungen kurze Zeit später zurückgenommen werden müssen, was sich auf die Glaubwürdigkeit auswirkt, insbesondere von Zentralbanken", sagte Centeno, der als geldpolitische Taube gilt.