China-Auslieferungsstopp

Boeing-Aktie an Dow-Ende: Finanzchef rechnet mit milliardenschweren Belastungen für Sanierung


Boeing-Aktie an Dow-Ende: Finanzchef rechnet mit milliardenschweren Belastungen für Sanierung

Der krisengeschüttelte Boeing-Konzern stellt sich auf weitere schwierige Monate ein und Belastungen in Milliardenhöhe ein.

Im zweiten Quartal dürfte wie bereits in den ersten drei Monaten des Jahres Milliarden an Dollar für die Sanierung des Flugzeugbauers vonnöten sein, sagte Finanzchef Brian West am Donnerstag auf einer Veranstaltung des Analysehauses Wolfe Research. Damals hatte Boeing knapp vier Milliarden Dollar an Barmitteln für die Restrukturierung aufgewendet - im laufenden Quartal könnten es sogar mehr sein, sagte West. Boeing hadert auch mit zusätzlichen Zertifizierungsanforderungen aus China, nachdem das Land erstmal keine weiteren Boeing-Maschinen annimmt.

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Der Konzern steckt schon seit den Abstürzen zweier 737-Max-Jets mit 346 Toten vor mehr als fünf Jahren in einer Dauerkrise. Als auf einem Flug von Alaska Airlines Anfang Januar 2024 schließlich ein Rumpfteil aus einer fast neuen 737-9 Max herausbrach, griff die US-Luftfahrtbehörde FAA durch. Zunächst durften Maschinen bis zu einer technischen Überprüfung nicht mehr starten. Zudem nimmt die Behörde die Produktions- und Kontrollprozesse unter die Lupe.

Boeing-Aktien sacken ans Dow-Ende - Stoppt Auslieferungen nach China

Negativ aufgenommene Aussagen des Finanzchefs haben am Donnerstag die Aktien von Boeing stark belastet. Die Papiere des angeschlagenen Flugzeugbauers fielen um 7,57 Prozent auf 172,17 US-Dollar und setzten sich damit an das Ende des Dow Jones Industrial.

Nach dem Kursrutsch am Donnerstag ist das Chartbild nun noch stärker angeschlagen. Die Aktien fielen sowohl unter die 21- als auch die 50-Tage-Durchschnittslinien. Diese beschreiben laut Charttechnikern die kurz- und mittelfristigen Trends. Die 200-Tage-Linie als Maßstab für die langfristige Entwicklung hatten die Papiere bereits im Januar gerissen.

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Unter der Nachricht von Boeing litten auch die Papiere einiger Zulieferer. So büßten Spirit AeroSystems 2,5 Prozent und Triumph Group 12 Prozent ein.

/ngu/he

SEATTLE (dpa-AFX)

Bildquellen: Boeing, Jordan Tan / Shutterstock.com

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