Hoffnung auf Einigung im Iran-Konflikt: DAX erstmals über 26.500-Punkte-Marke
Der DAX tendierte am Dienstag stärker und erklomm im Handelsverlauf ein neues Rekordhoch. Dabei konnte er zeitweise sogar die 26.500-Punkte-Marke überschreiten.
Der DAX ist am Dienstag etwas fester in die Sitzung eingestiegen. Nach zwischenzeitlichen Abgaben konnte er im Handelsverlauf zulegen - und erklomm am Nachmittag bei 26.504,54 Punkten eine neue Bestmarke. Letztlich schmolz das Kursplus dann wieder etwas und der deutsche Leitindex ging 0,26 Prozent stärker bei 26.391,42 Punkten aus dem Handel.
Neue Hinweise auf mögliche Fortschritte bei den Bemühungen um eine Beilegung des Iran-Krieges gaben dem DAX Rückenwind und ließen die Ölpreise sinken. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif erklärte, die Signale der vergangenen Tage deuteten darauf hin, dass die USA und der Iran "kurz vor einer Art Einigung stehen".
Iran-Konflikt, Energiepreise & Co.
Ein gutes Gewinnwachstum der DAX-Unternehmen trotz hoher Energiepreise, "gepaart mit moderaten Bewertungen und zurückhaltender Anlegerstimmung, erzeugen ein konstruktives Umfeld für den DAX", schrieb Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank am Morgen. Mit Blick auf den Nahostkonflikt hätten sich die Marktakteure mittlerweile "an eine Situation zwischen Hoffen und Bangen gewöhnt und sich angesichts der wechselhaften Nachrichtenlage ein dickes Fell wachsen lassen".
Gleichwohl gibt Stanzl zu bedenken: "Resilienz ist aber nicht gleichbedeutend mit Immunität: Der Nahostkonflikt bleibt ein Pulverfass, die Stimmung kann jederzeit blitzschnell drehen."
DAX-Rekord im Fokus
Am Montag ging der DAX mit einem Schlussstandrekord von 26.323,88 Zählern aus der Sitzung, das letzte Intra-Day-Allzeithoch wurde am vergangenen Freitag bei 26.445,18 Punkten erzielt.
Bilanzsaison im Blick
Nachdem es am Montag in der Bilanzsaison etwas ruhiger zuging als während des Großteils der vergangenen Woche, ist in den kommenden Tagen wieder mit deutlicheren Impulsen zu rechnen.
Julia Walter, Melanie Schürmann, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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