Hoffnung auf diplomatische Lösung im Iran lässt Energiepreise fallen: DAX mit starkem Wochenstart
Eine vorläufige Angriffspause im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sorgte zum Wochenstart für neue Zuversicht an den Finanzmärkten - auch beim DAX.
Der DAX hat den Montagshandel mit einem Plus von 1,44 Prozent auf 25.459,32 Zähler und damit weiter komfortabel oberhalb von 25.000 Punkten gestartet. Auch anschließend zeichneten sich weiter Gewinne in einer Seitwärtsbewegung ab. Zur Schlussglocke legte er 1,04 Prozent auf 25.361,03 Zähler zu.
Dank einer Angriffspause der USA im Krieg mit dem Iran konnte der Leitindex zu Wochenbeginn an die Stärke vom Freitag anknüpfen.
Hoffnungen auf Diplomatie-Lösung im Iran
Die USA haben die Angriffe gegen den Iran vorerst beendet. Bis zum Wochenende hatten die USA 13 Nächte in Folge Angriffe auf den Iran gemeldet. Auch der Iran hatte angedeutet, seine Angriffe vorerst auszusetzen. Das Militär begründete den Schritt damit, dass es mit seinem Vorgehen lediglich Vergeltung auf US-Angriffe übe.
Die Angriffspause "nährt die Hoffnung auf Frieden", schrieb Analyst Thomas Altmann von QC Partners. Und das komme an den Börsen gut an. Die zweite Nacht in Folge ohne Angriffe bringe ein Stück Zuversicht und Optimismus zurück.
Ob es nun zu einem nachhaltigen Ausbruch komme, hänge jedoch maßgeblich davon ab, wie lange die Waffenruhe dieses Mal dauere und ob tatsächlich Fortschritte in den Gesprächen zu erkennen seien, erläuterte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
Energiepreise geben nach
Die Aktienkurse profitieren nicht zuletzt von fallenden Energiepreisen. Der Preis für ein Fass Rohöl der weltweiten Referenzsorte Brent gab um zeitweise um mehr als 7 Prozent nach und fiel unter die Marke von 90 Dollar. Der Gaspreis sackte sogar um neun Prozent ab.
ifo-Index stärker als erwartet
Konjunkturseitig stand am Montagvormittag das ifo-Geschäftsklima im Blick, das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer. Es fiel mit 86,6 Punkten etwas besser aus als von Experten gedacht. "Trotz der unsicheren Lage am Persischen Golf zeigt sich die deutsche Wirtschaft weniger pessimistisch", kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest.
DAX-Rekordhoch zuletzt Anfang Juli
Das jüngste Allzeithoch stammt vom 6. Juli und liegt bei 25.900,10 Indexpunkten. Mit dem Schlusskurs von 25.817,89 Zählern ging der DAX auch auf dem höchsten Stand aller Zeiten an diesem Tag in den Feierabend.
Claudia Stephan, Melanie Schürmann, Alexandra Hesse, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX und Dow Jones Newswires
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