US-Inflationsdaten im Blick: DAX markiert neues Rekordhoch - Gewinne halten nicht
Der DAX erreichte zur Wochenmitte eine neue Bestmarke, am Nachmittag belasteten dann jedoch Konjunktursignale und schickten ihn ins Minus.
Der DAX begann die Mittwochssitzung 0,23 Prozent höher bei 26.452 Punkten. Im weiteren Verlauf hielt er sich weitgehend im Plus und konnte bei 26.573,60 Zählern ein neues Allzeithoch markieren. Am Nachmittag verließ Anlegern der Mut und der Leitindex ging 0,23 Prozent niedriger bei 26.331,07 Punkten in den Feierabend.
Zunächst wenig Bewegung
Am Mittwoch erreichte der DAX eine neue Bestmarke. Tags zuvor hatte der DAX sein Jahresplus auf gut acht Prozent ausgebaut. Klare weitere Impulse fehlen nun, nachdem es im US-Handel etwas abwärtsgegangen war, sich die Märkte in Japan und Südkorea am Morgen aber erholt präsentieren. Die Ölpreise stiegen allerdings etwas weiter an auf das höchste Niveau seit Ende Juli.
US-Inflationsdaten im Fokus
Übergeordnet bleibt der Aufwärtstrend zwar intakt, doch kurzfristig standen die Zeichen auf Zurückhaltung, da am Nachmittag die hochrelevanten US-Inflationsdaten für den Monat Juli auf der Agenda standen. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent und lagen um 3,4 (Vormonat: 3,5) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten genau diese Werte vorhergesagt.
Zu Beginn dieses Jahres sah es so aus, als würde sich die Inflationsrate abschwächen. Doch die durch den Iran-Krieg gestiegenen Energiekosten haben die Inflation in diesem Frühjahr erneut angeheizt. Unabhängig davon sorgt der Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz für eine rasante Nachfrage nach Recheninfrastruktur - was die Preise für die dafür benötigten Baumaterialien und die Hardware in die Höhe treibt.
Iran-Konflikt bleibt Dauerthema
Zusätzlich wird das Marktgeschehen weiterhin maßgeblich von den Entwicklungen im Iran-Konflikt überlagert. Obwohl sich die Anleger an der Frankfurter Börse zuletzt ein gewisses dickes Fell gegenüber der schwankenden Nachrichtenlage zugelegt haben und der DAX den geopolitischen Spannungen bisher erstaunlich robust trotzt, bleibt die Situation ein unberechenbares Pulverfass für die Finanzmärkte. Die anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten und die Sorge vor etwaigen Störungen an den globalen Energierouten treiben die Ölpreise immer wieder an, was den Inflationsdruck aufs Neue anheizen und die Notenbanken in ihrer Geldpolitik bremsen könnte. Solange keine dauerhafte diplomatische Lösung in Sicht ist, bildet der Konflikt ein schwelendes Risiko für die Märkte.
DAX-Rekord im Fokus
Am Dienstag ging der DAX mit einem Schlussstandrekord von 26.391,42 Zählern aus der Sitzung.
Claudia Stephan, Melanie Schürmann, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
Ausgewählte Hebelprodukte auf Ölpreis (Brent)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Ölpreis (Brent)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Bildquellen: Sebastian Kaulitzki / Shutterstock.com, Julian Mezger für Finanzen Verlag