Warten auf US-Inflationsdaten: DAX tritt auf Rekordniveau auf der Stelle
Der DAX behauptet sich auch zur Wochenmitte auf seinem hohen Niveau. Starke Ausschläge sind aber vorerst nicht zu erwarten.
Der DAX begann die Mittwochssitzung 0,23 Prozent höher bei 26.452 Punkten.
Zunächst wenig Bewegung
Am Mittwoch tritt der deutsche Leitindex zunächst unweit seines Rekordhochs von 26.504 Punkten auf der Stelle. Tags zuvor hatte der DAX mit seinem neuen Allzeithoch sein Jahresplus auf gut 8 Prozent ausgebaut. Klare Impulse fehlen nun, nachdem es im US-Handel etwas abwärtsgegangen war, sich die Märkte in Japan und Südkorea am Morgen aber erholt präsentieren. Die Ölpreise steigen allerdings etwas weiter an auf das höchste Niveau seit Ende Juli.
Inflationsdaten könnten für Bewegung sorgen
Übergeordnet bleibt der Aufwärtstrend zwar intakt, doch kurzfristig stehen die Zeichen auf Zurückhaltung, da am Nachmittag die hochrelevanten US-Verbraucherpreisdaten für den Monat Juli veröffentlicht werden. Investoren dürften im Handel vor allem eine abwartende Haltung einnehmen und Gewinne absichern, um keine unliebsamen Überraschungen bei der Inflationsentwicklung im Vorfeld der nächsten Notenbanksitzungen einzugehen.
Sollten die Teuerungsraten im Rahmen der Erwartungen von rund 3,5 Prozent ausfallen oder sogar schwächer als gedacht tendieren, könnte dies dem DAX den nötigen Schwung verleihen und für eine Fortsetzung der Rekordrally sorgen. Enttäuschende Inflationszahlen hingegen bergen das Risiko einer technischen Konsolidierung.
Iran-Konflikt bleibt Dauerthema
Zusätzlich wird das Marktgeschehen weiterhin maßgeblich von den Entwicklungen im Iran-Konflikt überlagert. Obwohl sich die Anleger an der Frankfurter Börse zuletzt ein gewisses dickes Fell gegenüber der schwankenden Nachrichtenlage zugelegt haben und der DAX den geopolitischen Spannungen bisher erstaunlich robust trotzt, bleibt die Situation ein unberechenbares Pulverfass für die Finanzmärkte. Die anhaltenden Unsicherheiten im Nahen Osten und die Sorge vor etwaigen Störungen an den globalen Energierouten treiben die Ölpreise immer wieder an, was den Inflationsdruck aufs Neue anheizen und die Notenbanken in ihrer Geldpolitik bremsen könnte. Solange keine dauerhafte diplomatische Lösung in Sicht ist, bildet der Konflikt ein schwelendes Risiko für die Märkte.
DAX-Rekord im Fokus
Am Dienstag ging der DAX mit einem Schlussstandrekord von 26.391,42 Zählern aus der Sitzung, das letzte Intra-Day-Allzeithoch wurde ebenfalls gestern bei 26.504,54 Punkten erzielt.
Claudia Stephan, Melanie Schürmann, Alexandra Hesse, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX
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