Deutsche Arbeitslosenzahl steigt im September weiter
Von Hans Bentzien
NÜRNBERG (Dow Jones)--Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat im September weiter zugenommen. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte, stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl gegenüber dem Vormonat um 10.000. Im August hatte sie sich nach revidierten Angaben um 20.000 (vorläufig: 18.000) erhöht. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 (August: 5,7) Prozent. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 15.000 prognostiziert und eine Quote von 5,7 Prozent.
Ohne Berücksichtigung der saisonalen Faktoren verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um 69.000 auf 2,627 Millionen. Das waren 141.000 (148.000) mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,7 (5,8) Prozent. "Die einsetzende Herbstbelebung fällt in diesem Jahr vergleichsweise gering aus. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen zwar ab, jedoch weniger als in einem September üblich. Grundsätzlich ist der deutsche Arbeitsmarkt aber nach wie vor stabil", sagte der BA-Vorstand Regionen, Daniel Terzenbach, bei der Vorstellung des Berichts.
Die Unterbeschäftigung, die zusätzlich zur Arbeitslosigkeit auch Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt, stieg saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 15.000 (10.000). Sie betraf 3,440 (3,485) Millionen Personen. Das waren 190.000 (207.000) mehr als vor einen Jahr. Ohne die Berücksichtigung ukrainischer Flüchtlinge hätte die Unterbeschäftigung um nur 105.000 (94.000) über dem Vorjahreswert gelegen.
Wie die BA weiter mitteilte, zeigten Betriebe zwischen dem 1. und dem 25. September konjunkturelle Kurzarbeit für 50.000 (28.000) Menschen an. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Juli zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten in diesem Monat für 124.000 (Juni: 163.000) Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt.
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September 29, 2023 03:55 ET (07:55 GMT)