Deutsche Bahn drängt Gewerkschaft EVG zu Verhandlungen
Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Die Deutsche Bahn hat die Gewerkschaft EVG angesichts des für Montag angekündigten Warnstreiks erneut zu Verhandlungen gedrängt. "Wir sitzen praktisch am Verhandlungstisch, es fehlt die Gewerkschaft", sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß bei einem Statement in Berlin. "Wir haben kein Verständnis dafür, dass man sich so viel Zeit lässt, jetzt diesen Megastreik vom Zaune bricht, und dann aber erst in fünf Wochen wieder verhandeln will. Das passt nicht zusammen", betonte er. Der geplante Streik sei "viel zu massiv" und verursache "natürlich einen massiven Schaden". Stauß wollte diesen aber nicht finanziell beziffern.
Der Sprecher bekräftigte, die Bahn werde ihren Fernverkehr am Montag "komplett einstellen". Es sei nicht möglich, für einen solchen Tag einen Ersatzfahrplan aufzustellen, weil viele Berufsgruppen streiken wollten. Auch im Regional- und S-Bahnverkehr sei größtenteils mit Zugausfällen zu rechnen, und der Schienengüterverkehr werde ebenfalls "massiv beeinträchtigt" werden. Man befinde sich in Gesprächen, um Fahrten versorgungsrelevanter Züge zu ermöglichen. "Versprechen können wir das aber noch nicht", betonte Stauß.
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March 24, 2023 05:49 ET (09:49 GMT)