Deutsche Einzelhändler verbuchen Umsatzrückgang im Januar


Von Andreas Plecko

WIESBADEN (Dow Jones)--Die Umsätze der deutschen Einzelhändler sind im Januar wider Erwarten gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, reduzierten sich die Umsätze nach Abzug der Inflation um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten dagegen einen Zuwachs um 2,0 Prozent prognostiziert. Nominal betrug das Umsatzminus 0,7 Prozent.

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Im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnete der Einzelhandel ein reales Umsatzminus von 6,9 Prozent und ein nominales Umsatzplus von 2,8 Prozent. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das deutlich gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln verzeichnete im Januar im Vergleich zum Vormonat einen realen Umsatzzuwachs von 3,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat sank der Umsatz um 8,5 Prozent. "Neben dem starken Anstieg der Lebensmittelpreise (20,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat) lässt sich dieser Rückgang mit dem umsatzstarken Januar 2022 erklären", erläuterte Destatis.

Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent und lag 6,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Internet- und Versandhandel sank der Umsatz im Januar gegenüber dem Vormonat um 6,5 Prozent und gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,0 Prozent.

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Der Einzelhandel macht rund 25 Prozent des privaten Konsums in Deutschland aus. Die Daten zum Einzelhandel unterliegen sehr häufig größeren Revisionen.