Deutsche HVPI-Inflation steigt im Juli auf 2,8 Prozent
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der Inflationsdruck in Deutschland hat sich im Juli verstärkt, was vor allem an den durch den Iran-Krieg getriebenen höheren Energiepreisen lag. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte sich die Jahresrate des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) auf 2,8 (Vormonat: 2,4) Prozent. Die Statistiker bestätigten damit - wie von Volkswirten erwartet - ihre vorläufige Schätzung vom 30. Juli.
Gegenüber dem Vormonat stieg der HVPI um 0,9 Prozent, womit die vorläufigen Daten ebenfalls bestätigt wurden. Die HVPI-Rate ist maßgeblich für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
In der nationalen Berechnung stieg die jährliche Inflationsrate auf 2,8 (Vormonat: 2,3) Prozent. Im Vergleich zum Vormonat kletterten die Preise um 0,8 Prozent. Die Zahlen entsprachen der ersten Veröffentlichung und den Prognosen von Volkswirten.
"Die Energiepreise verteuerten sich weiterhin überdurchschnittlich und blieben somit zentraler Preistreiber. Die Teuerung fiel hier deutlich stärker aus als im Vormonat, wodurch sich die Inflationsrate erhöht hat", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes
Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie - auch als Kerninflation bezeichnet - lag im Juli bei 2,4 (Vormonat: 2,5) Prozent und damit unter der Gesamtteuerung.
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August 12, 2026 02:07 ET (06:07 GMT)