Deutsche Importpreise sinken im März stärker als erwartet
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Importpreise in Deutschland sind im März stärker gesunken als erwartet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete, fiel der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten nur einen Rückgang von 0,9 Prozent prognostiziert.
Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Rückgang von 3,8 Prozent registriert. Die befragen Ökonomen hatten nur ein Minus von 3,6 Prozent erwartet. Es ist der erste Preisrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat seit Januar 2021.
Energieeinfuhren waren im März um 27,3 Prozent billiger als im Vorjahresmonat, dem ersten Monat nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, und um 5,8 Prozent günstiger als im Februar. Dies hat nach Angaben von Destatis maßgeblich zum Rückgang des Gesamtindex gegenüber dem Vorjahresmonat und Vormonat beigetragen.
Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate für Energie hatte Erdgas. Die Preise lagen hier im März um 27,2 Prozent unter denen des Vorjahres. Gegenüber Februar sanken sie um 9,0 Prozent.
Die Importpreise beeinflussen die Erzeuger- und Verbraucherpreise und geben damit Hinweise auf einen sich aufbauenden Inflationsdruck. Die Exportpreise lassen Rückschlüsse auf die globale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu.
Der Index der Ausfuhrpreise lag im März um 0,2 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Anstieg um 2,3 Prozent registriert.
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April 28, 2023 02:09 ET (06:09 GMT)