Deutsche Sorge um AKW Saporischschja - Keine erhöhte Strahlung


BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung verfolgt die Kämpfe um das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja mit großer Sorge. Regierungssprecher Steffen Hebestreit rief am Mittwoch in Berlin die Kriegsparteien auf, Kämpfe rund um das Areal einzustellen. Ein Sprecher des Umweltministeriums betonte, "dass niemand ein Interesse daran haben kann, dass Kampfhandlungen in der Nähe von Atomanlagen stattfinden". Gleichzeitig versicherte er: "Aktuell sind uns keine erhöhten Strahlenwerte bekannt."

Werbung

Das größte Atomkraftwerk Europas steht seit März 2022 unter russischer Kontrolle. Während der Kreml die Lage als angespannt bezeichnet und vor einer ukrainischen Sabotage warnt, wirft Kiew den Russen vor, Sprengsätze in dem Kraftwerk zu verlegen. Das Auswärtige Amt in Berlin rief Russland zum Rückzug aus dem AKW auf. Die derzeitige Besetzung sei "inakzeptabel und unverantwortlich".

/ax/DP/ngu