Deutsche Staatsschulden steigen auf neues Rekordhoch
Von Andreas Plecko
WIESBADEN (Dow Jones)--Die Schulden der öffentlichen Haushalte sind im ersten Halbjahr 2022 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Zum Ende des ersten Halbjahres waren Bund, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände sowie Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte mit 2.344,0 Milliarden Euro verschuldet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, stieg die öffentliche Verschuldung gegenüber dem Jahresende 2021 damit um 1,0 Prozent oder 22,9 Milliarden Euro.
Die Schulden des Bundes erhöhten sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022 gegenüber dem Jahresende 2021 um 1,7 Prozent beziehungsweise 25,9 Milliarden Euro auf 1.574,4 Milliarden Euro. "Der Schuldenanstieg des Bundes ist im weiterhin erhöhten Finanzierungsbedarf des Bundes und seiner Sondervermögen aufgrund der anhaltenden Pandemiesituation begründet", erklärte Destatis.
Die Länder waren zum Ende des ersten Halbjahres 2022 mit 632,6 Milliarden Euro verschuldet. Das waren 0,9 Prozent oder 5,9 Milliarden Euro weniger als Ende 2021.
Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände erhöhten sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022 gegenüber dem Jahresende 2021 um 2,2 Prozent beziehungsweise 2,9 Milliarden Euro auf 137,1 Milliarden Euro.
Die Sozialversicherung wies im ersten Halbjahr 2022 einen Schuldenstand in Höhe von 36 Millionen Euro aus, was einen Rückgang um 8 Millionen Euro gegenüber dem Jahresende 2021 bedeutet.
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September 28, 2022 02:16 ET (06:16 GMT)