Deutscher Auftragseingang sinkt im April um 0,4 Prozent


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im April schwächer als erwartet gewesen. Zudem wurde der ohnehin sehr schwache Vormonatswert nach unten revidiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, sanken die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 9,9 (März: 11,2) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen einen monatlichen Anstieg um 3,0 Prozent prognostiziert. Das für März vorläufig gemeldete Minus von 10,7 Prozent wurde auf 10,9 Prozent revidiert.

Werbung

Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen ergab sich im April ein monatlicher Auftragsanstieg von 1,4 Prozent. Die Inlandsaufträge stiegen um 1,6 (minus 7,7) Prozent, die Auslandsaufträge sanken um 1,8 (minus 13,1) Prozent. Dabei nahmen Auftragseingänge aus der Eurozone um 2,7 (minus 10,5) Prozent ab und die Aufträge aus dem restlichen Ausland um 1,1 (minus 14,7) Prozent. Der Auftragseingang für Investitionsgüter verringerte sich um 1,7 (minus 14,8) Prozent und der für Konsumgüter um 2,5 (plus 1,0) Prozent. Die Bestellungen von Vorleistungsgütern stiegen dagegen um 2,3 (minus 6,8) Prozent.

Nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) deuten die Daten nicht auf kurzfristige Wachstumsimpulse für die Industrieproduktion hin.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/smh

(END) Dow Jones Newswires

June 06, 2023 02:15 ET (06:15 GMT)