Deutscher Auftragseingang steigt im Dezember um 3,2 Prozent


Von Andreas Plecko

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im Dezember stärker gestiegen als erwartet. Der kräftige Zuwachs beruhte maßgeblich auf Großaufträgen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die gesamten Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 3,2 Prozent und lagen um 10,1 (November: 10,2) Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten nur einen monatlichen Zuwachs von 2,0 Prozent prognostiziert. Das für November vorläufig gemeldete Minus von 5,3 Prozent wurde auf 4,4 Prozent revidiert.

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"Der aktuelle Zuwachs des Auftragseingangs ist maßgeblich auf Großaufträge zurückzuführen", erklärte Destatis. "Ausschlaggebend waren dabei vor allem hohe Auftragsvolumen in den Branchen Elektrizitätsverteilungs- und schalteinrichtungen, Verbrennungsmotoren und Luft- und Raumfahrzeugbau." Ohne Großaufträge sanken die Auftragseingänge im Dezember um 0,6 Prozent.

Über das Jahr 2022 hinweg fiel der Auftragseingang bis auf wenige Ausnahmen kontinuierlich. Das vergangene Jahr steht damit im Kontrast zum Jahr 2021, in dem der Auftragseingang aufgrund von Corona-Nachholeffekten stark gestiegen war. In der Summe befindet sich der Auftragseingang aktuell leicht über dem Vor-Corona-Niveau: Im kalenderbereinigten Vergleich lag der Auftragseingang im Dezember 2022 um 1,2 Prozent höher als im Dezember 2019.

Besonders stark stiegen im Dezember die Inlandsaufträge um 5,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Auslandsaufträge erhöhten sich um 1,2 Prozent. Dabei nahmen Auftragseingänge aus der Eurozone um 9,8 Prozent zu, während Aufträge aus dem restlichen Ausland um 3,8 Prozent abnahmen.