Deutscher Luftverkehr erholt sich langsamer als Gesamteuropa
BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Luftverkehr wird sich im kommenden Winter weiter langsamer vom Corona-Schock erholen als andere Luftverkehrsmärkte in Europa. Laut einer am Dienstag vorgestellten Prognose des Branchenverbands BDL erreicht das Sitzplatzangebot von deutschen Flughäfen von Oktober bis einschließlich März 2024 rund 82 Prozent des Vor-Pandemie-Niveaus.
Insgesamt stehen in den sechs Monaten 108,4 Millionen Sitzplätze von, nach und innerhalb Deutschlands zur Verfügung. Das ist zwar eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 15 Prozent, bleibt aber weit hinter den meisten anderen europäischen Ländern zurück. Diese übertreffen der Auswertung zufolge das Vorkrisenangebot gemeinsam bereits wieder um 3 Prozent.
Gründe für den deutschen Rückstand sind der weiter geringe Inlandsverkehr (49 Prozent des Vorkrisen-Niveaus) sowie das um ein gutes Drittel verkleinerte Angebot der Direktfluggesellschaften wie Ryanair oder easyJet. Diese hatten insbesondere die hohen Gebühren an den Flughäfen und im deutschen Luftraum als Grund für ihren Teilrückzug vom deutschen Markt genannt. Ihr starkes Wachstum fand in anderen Ländern statt.
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