Drohnen-Aktien im Vergleich

Unusual Machines erhält großes Analystenlob - Ist das die bessere Alternative zur DroneShield-Aktie?


Unusual Machines erhält großes Analystenlob - Ist das die bessere Alternative zur DroneShield-Aktie?

Während ein Analyst der Unusual Machines-Aktie trotz starkem Lauf deutliches Aufwärtspotenzial zutraut, ringt DroneShield mit einer schwachen Performance und gesenkten Kurszielen.

  • Ein US-Analysehaus startet die Bewertung von Unusual Machines mit klarem Kaufsignal
  • Beim australischen Wettbewerber DroneShield gehen die Analystenmeinungen weit auseinander
  • Auch die Performance der beiden Drohnen-Aktien könnte kaum unterschiedlicher sein
Werbung

Unusual Machines, ein US-Unternehmen aus dem Drohnenkomponenten-Geschäft, profitiert von der Förderung heimischer Fertigung durch die US-Regierung und hat ein neues, hohes Kursziel von einem namhaften Analysehaus erhalten, während der australische Wettbewerber DroneShield mit gesenkten Kurszielen und gemischten Analystenmeinungen zu kämpfen hat.

Piper Sandler startet Unusual Machines-Aktie mit Overweight

Analyst Clark Jeffries von Piper Sandler hat die Bewertung der Unusual Machines-Aktie mit dem Rating "Overweight" aufgenommen und ein Kursziel von 38,00 US-Dollar vergeben. Gemessen am Donnerstags-Schlusskurs des Anteilsscheins an der NYSE American von 27,24 US-Dollar impliziert das Kursziel ein Aufwärtspotenzial von rund 40 Prozent - und das obwohl die Aktie von Unusual Machines seit Jahresbeginn bereits um rund 114 Prozent zugelegt hat. Der Analyst betonte jedoch, der Hersteller von Drohnenkomponenten stehe noch ganz am Anfang seiner Entwicklung.

Nach Einschätzung von Piper Sandler ist Unusual Machines ein reiner Profiteur des Drohnentrends, der eine NDAA-konforme Quelle für heimische Drohnenkomponenten aufbauen will. Damit soll laut Investing.com die milliardenschwere Lücke geschlossen werden, die durch Restriktionen des Kriegsministeriums und der FCC gegen Drohnen und Komponenten aus China entstanden ist. Zu den Kunden von Unusual Machines zähle bereits jetzt die Mehrheit der Firmen, die sich in der engeren Wahl des "Drone Dominance"-Programms der US-Regierung befänden. Bis Jahresende soll zudem eine inländische Produktionsfläche von rund 100.000 Quadratfuß verfügbar sein.

Werbung

Neben Piper Sandler äußerten sich auch weitere Häuser positiv zu Unusual Machines: Roth Capital Partners bestätigte am 10. August ein Kaufrating mit Kursziel 40,00 US-Dollar, H.C. Wainwright & Co. empfiehlt seit dem 7. August ebenfalls den Kauf bei einem Kursziel von 42,00 US-Dollar. Needham & Co. hob am 6. August sein Kursziel von 30 auf 40 US-Dollar an, Maxim Group einen Tag später von 25 auf 30 US-Dollar. Auch diese Experten vergaben das Rating "Buy".

Umsatzsprung trifft auf Gewinnverfehlung

Im zweiten Quartal 2026 steigerte Unusual Machines den Umsatz um 687 Prozent auf 16,7 Millionen US-Dollar, nach 2,1 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn verfehlte das Unternehmen jedoch die Erwartungen: Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,16 US-Dollar, während der Konsens nur ein Minus von 0,11 US-Dollar je Aktie erwartet hatte. Zudem deutete das Management an, dass das dritte Quartal wegen des laufenden Kapazitätsausbaus schwächer ausfallen könnte.

Innerhalb der letzten zwölf Monate hat die Unusual Machines-Aktie dennoch um rund 176 Prozent zugelegt, begünstigt durch die Förderung heimischer Drohnenproduktion durch US-Bundesbehörden und eine von Präsident Trump unterzeichnete Anordnung zur Beschleunigung dieser Produktion. Auch im vorbörslichen Freitagshandel legt das Papier einmal mehr um 13,83 Prozent auf 31,01 US-Dollar zu.

Werbung

Konkurrent im Blick: Analystenmeinungen zu DroneShield-Aktie gespaltenen

Beim australischen Wettbewerber DroneShield zeichnet sich hingegen ein völlig anderes Bild ab. Analysten der Investmentbank Jefferies belegen die Aktie aktuell mit dem Rating "Underperform" und senkten das Kursziel zuletzt auf von 2,05 auf 1,60 australische Dollar. Bell Potter bestätigte zwar sein Kaufrating, kappte das Kursziel aber von 4,80 auf 2,50 australische Dollar, während Ord Minnett mit Sell und einem Kursziel von 1,60 australische Dollar ebenfalls pessimistisch bleibt.

Für das erste Halbjahr 2026 hatte DroneShield einen Umsatz von rund 125,8 Millionen australische Dollar in Aussicht gestellt, ein Plus von 74 Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit 250 bis 270 Millionen australische Dollar, während der Analystenkonsens zuvor rund 323 Millionen australische Dollar kalkuliert hatte. Der geprüfte Halbjahresbericht des Unternehmens ist für den 26. August angekündigt, einen Tag später soll eine Investorenkonferenz folgen.

Zusätzliche Unsicherheit bringt eine laufende Prüfung der australischen Finanzaufsicht ASIC, die seit Mai Marktmitteilungen und Aktiengeschäfte früherer DroneShield-Führungskräfte aus dem November 2025 untersucht. All dies ging auch am Aktienkurs von DroneShield nicht spurlos vorbei: Seit Jahresbeginn hat das Papier an der australischen Börse rund 36 Prozent an Wert verloren. Die 12-Monats-Performance ist mit einem Rückgang um rund 52 Prozent sogar noch schlechter. Auch am Freitag gab die DroneShield-Aktie in Sydney nach und schloss 2,49 Prozent tiefer bei 1,96 australischen Dollar.

DroneShield-Aktie vs. Unusual Machines-Aktie: Analysten haben einen klaren Favoriten

Unterm Strich fällt das Analystenbild zugunsten von Unusual Machines deutlich positiver aus. Während bei dem US-Unternehmen mehrere Häuser ein Kaufrating vergeben und die Kursziele zuletzt teils deutlich angehoben haben, ist die Einschätzung zu DroneShield wesentlich uneinheitlicher: Neben einem Kaufrating stehen hier auch Verkaufsempfehlungen, zudem wurden mehrere Kursziele zuletzt gesenkt. Zwar bieten beide Unternehmen aufgrund des anhaltenden Drohnenbooms erhebliches Wachstumspotenzial, doch sprechen die aktuellen Analystenstimmen und die deutlich stärkere Kursentwicklung für Unusual Machines. Aus Sicht der Analysten erscheint die US-Aktie damit derzeit als die aussichtsreichere der beiden Drohnen-Aktien - allerdings geht die höhere Wachstumsfantasie auch mit entsprechend hohen Erwartungen und Risiken einher.

Carolin Ludwig, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Droneshield

Werbung

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.