Erholung

Aktionäre schockiert: Fraport macht deutlich mehr Gewinn - dennoch vorerst keine Dividende


Aktionäre schockiert: Fraport macht deutlich mehr Gewinn - dennoch vorerst keine Dividende

Der Flughafenbetreiber Fraport hat im vergangenen Jahr von der Erholung der Passagierzahlen profitiert.

Umsatz und Gewinn legten deutlich zu. Auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung müssen die Aktionäre allerdings noch warten. Weder für das abgelaufene Jahr noch für 2024 soll es eine Dividende geben.

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Im Gesamtjahr 2023 stieg der Umsatz auf 4 Milliarden Euro von 3,2 Milliarden im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte wie von Analysten erwartet um 17 Prozent auf den Rekordwert von 1,2 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern kletterte auf 431 von 167 Millionen Euro.

Für das laufende Jahr prognostiziert der Konzern für den Flughafen Frankfurt ein Passagieraufkommen 61 bis 65 Millionen Euro nach 59,4 Millionen im Vorjahr. Das Konzern-EBITDA wird bei 1,26 bis 1,36 Milliarden Euro erwartet, das Konzernergebnis bei 435 bis 530 Millionen Euro. Bis 2030 peilt der Konzern ein EBITDA von 2 Milliarden Euro an.

Wegen der weiterhin hohen Verschuldung und des erwarteten negativen Cashflows sei auch für 2024 keine Dividendenzahlung zu erwarten, so der Konzern weiter. Fraport hat seit dem Geschäftsjahr 2019 keine Dividende mehr ausgeschüttet, für 2018 erhielten die Aktionäre 2,00 Euro je Aktie.

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UBS hält an Kursziel für Fraport fest

< > Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für Fraport nach Jahreszahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 53 Euro belassen. Das operative Ergebnis (Ebitda) des Flughafenbetreibers habe nahe an der Marktschätzung gelegen, schrieb Analyst Cristian Nedelcu in einem ersten Kommentar am Dienstag. Um einen positiven Einmaleffekt in Griechenland bereinigt, liege der Mittelwert der Zielspanne für 2024 allerdings etwas unter den Erwartungen. Deutlich schwächer als gedacht sei derweil der Ausblick auf den Free Cashflow wegen höherer Investitionen. Auch 2023 wertet der Experte die Cashflow-Entwicklung eher negativ.

Jefferies lässt Kursziel unverändert

Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Fraport nach Jahreszahlen auf "Underperform" mit einem Kursziel von 48 Euro belassen. Analyst Graham Hunt hob in einer am Dienstag vorliegenden Studie hervor, dass der diesjährige Ausblick hinsichtlich des operativen Ergebnisses (Ebitda) und des Free Cashflow die Erwartungen verfehlt habe. Dies spiegele die derzeitigen operativen Herausforderungen des Flughafenbetreibers wider.

Die Fraport-Aktie verliert via XETRA zeitweise 4,23 Prozent auf 49,40 Euro.

FRANKFURT / NEW YORK (Dow Jones / dpa-AFX)

Bildquellen: Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com, Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com

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