Euroraum-Wirtschaftsstimmung im September weiter eingetrübt
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone ist im September den fünften Monat in Folge gesunken. Die trübe Stimmung kommt daher, dass die hohen Zinssätze die Nachfrage belasten und die hohe Inflation die Kaufkraft der Haushalte schmälert. Der von der Europäischen Kommission veröffentlichte Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung sank auf 93,3 Punkte von 93,6 im Vormonat. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 92,5 Zähler gerechnet.
Der für die gesamte Europäische Union (EU) berechnete Indikator sank auf 92,8 Punkte von 93,2 im Vormonat. In der EU war der leichte Rückgang vor allem auf das deutlich geringere Verbrauchervertrauen zurückzuführen. Während das Vertrauen im Baugewerbe und - in geringerem Maße - im Einzelhandel ebenfalls abnahm, blieb es im Dienstleistungssektor und in der Industrie weitgehend stabil.
Innerhalb der größten EU-Volkswirtschaften verschlechterte sich die Wirtschaftstimmung in Spanien (minus 3,2) und Italien (minus 2,2), während sie sich in Frankreich (plus 2,7) verbesserte. Die Stimmung in Deutschland (plus 0,3), den Niederlanden (plus 0,3) und Polen (minus 0,1) blieb praktisch unverändert.
Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone stieg auf minus 9,0 Punkte von minus 9,9 im Vormonat. Ökonomen hatten dagegen einen Rückgang auf minus 10,5 erwartet. Beim Verbrauchervertrauen für den gemeinsamen Währungsraum wurde ein Rückgang auf minus 17,8 Punkte von minus 16,0 im Vormonat gemeldet. Das entsprach der ersten Veröffentlichung und auch den Prognosen von Volkswirten.
Link: https://economy-finance.ec.europa.eu/economic-forecast-and-surveys/business-and-consumer-surveys/latest-business-and-consumer-surveys_en
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September 28, 2023 05:17 ET (09:17 GMT)