Eurozone: Defizit in der Handelsbilanz geht weiter zurück
LUXEMBURG (dpa-AFX) - Das Handelsdefizit der Eurozone hat sich im Oktober weiter verringert. Gegenüber dem Vormonat sei das saisonbereinigte Defizit um 8,1 Milliarden auf 28,3 Milliarden Euro geschrumpft, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Noch im August war das Defizit mit knapp 46 Milliarden Euro so hoch ausgefallen wie noch nie seit Bestehen des Währungsraums.
Die aktuelle Entwicklung geht darauf zurück, dass die Importe stärker gesunken sind als die Exporte. Die Ausfuhren verringerten sich im Oktober zum Vormonat um 0,4 Prozent, die Einfuhren sanken um 3,2 Prozent. Schon seit Monaten sorgen die teuren Energieimporte für ein hohes Defizit im Außenhandel. Die Entwicklung in den 27 Ländern der Europäischen Union (EU) fiel ähnlich aus wie in den 19 Euroländern.
Der Saldo der Handelsbilanz ergibt sich aus der Differenz zwischen Exporten und Importen. In der Regel verzeichnen die Eurozone und die EU deutliche Überschüsse im Außenhandel./jkr/bgf/jha/