Eurozone-Erzeugerpreise sinken im April um 3,2 Prozent


LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im April spürbar gesunken. Im Vergleich zum Vormonat fielen die Preise auf der Erzeugerstufe um 3,2 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens ihrer Prognosen einen Rückgang um 3,0 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 1,0 Prozent höher. Die Prognose von Volkswirten hatte auf ein Plus von 1,5 Prozent gelautet.

Werbung

Die Erzeugerpreise sanken im Energiesektor im April um 10,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und für Vorleistungsgüter um 0,6 Prozent, während die Erzeugerpreise für Gebrauchsgüter um 0,2 Prozent, für Verbrauchsgüter um 0,3 Prozent und für Investitionsgüter um 0,4 Prozent stiegen. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt ohne den Energiesektor sanken um 0,1 Prozent.

Im Jahresvergleich stiegen die Erzeugerpreise für Verbrauchsgüter im April um 10,9 Prozent, für Gebrauchsgüter um 7,3 Prozent, für Investitionsgüter um 6,1 Prozent und für Vorleistungsgüter um 1,3 Prozent, während die Erzeugerpreise im Energiesektor um 8,9 Prozent sanken. Die Erzeugerpreise in der Industrie insgesamt ohne den Energiesektor stiegen um 5,1 Prozent.

Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang der Erzeugerpreise um 2,9 Prozent, binnen Jahresfrist haben sich die Preise um 2,3 Prozent erhöht. Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reichen die Betriebe höhere oder niedrigere Einkaufskosten an ihre Kunden weiter.

Werbung

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/kla

(END) Dow Jones Newswires

June 05, 2023 05:00 ET (09:00 GMT)