Eurozone-Erzeugerpreise sinken im Januar kräftig


LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im Januar viel stärker gesunken als erwartet. Die Preise auf der Erzeugerstufe fielen im Vergleich zum Vormonat um 2,8 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 0,6 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 15,0 Prozent höher. Die Prognose von Volkswirten hatte auf ein Plus von 17,7 Prozent gelautet.

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Im Energiesektor sanken die Erzeugerpreise im Monatsvergleich um 9,4 Prozent, während die Erzeugerpreise für Vorleistungsgüter um 0,8 Prozent, für Investitionsgüter um 1,2 Prozent, für Verbrauchsgüter um 1,5 Prozent und für Gebrauchsgüter um 1,6 Prozent stiegen.

Im Jahresvergleich lagen Erzeugerpreise im Energiesektor um 20,5 Prozent höher, für Verbrauchsgüter um 15,4 Prozent, für Vorleistungsgüter um 11,3 Prozent, für Gebrauchsgüter um 9,0 Prozent und für Investitionsgüter um 7,3 Prozent.

Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang der Erzeugerpreise um 2,2 Prozent, binnen Jahresfrist haben sich die Preise um 16,4 Prozent erhöht. Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reichen die Betriebe höhere oder niedrigere Einkaufskosten an ihre Kunden weiter.

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/kla

(END) Dow Jones Newswires

March 03, 2023 05:00 ET (10:00 GMT)