Eurozone-Erzeugerpreise sinken im Juni stärker als erwartet


LUXEMBURG (Dow Jones)--Die Erzeugerpreise der Industrie in der Eurozone sind im Juni stärker gesunken als erwartet. Die Preise auf der Erzeugerstufe fielen im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 0,2 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 3,4 Prozent niedriger. Die Prognose von Volkswirten hatte nur auf ein Minus von 3,2 Prozent gelautet.

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Im Monatsvergleich sanken die Erzeugerpreise für Vorleistungsgüter um 0,7 Prozent und im Energiesektor um 0,5 Prozent, während die Erzeugerpreise für Gebrauchsgüter sowie Verbrauchsgüter unverändert blieben und für Investitionsgüter um 0,1 Prozent stiegen. Die Erzeugerpreise ohne den Energiesektor fielen um 0,3 Prozent.

Im Jahresvergleich sanken die Erzeugerpreise im Energiesektor um 16,5 Prozent und für Vorleistungsgüter um 2,7 Prozent, während die Erzeugerpreise für Investitionsgüter um 5,2 Prozent, für Gebrauchsgüter um 5,9 Prozent und für Verbrauchsgüter um 8,9 Prozent stiegen. Die Erzeugerpreise ohne den Energiesektor stiegen um 2,5 Prozent.

Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Rückgang der Erzeugerpreise um 0,4 Prozent, binnen Jahresfrist haben sich die Preise um 2,4 Prozent verringert. Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reichen die Betriebe höhere oder niedrigere Einkaufskosten an ihre Kunden weiter.

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Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/apo/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 03, 2023 05:00 ET (09:00 GMT)