Eurozone-Erzeugerpreise um 41,9 Prozent höher als im Vorjahr


Von Andreas Plecko

LUXEMBURG (Dow Jones)--Hohe Preise für Energie, Lebensmittel und Rohstoffe haben im September weiter einen starken Druck auf die Erzeugerkosten ausgeübt. Allerdings ließ der Druck im Vergleich zum Vormonat etwas nach. Die Preise auf der Erzeugerstufe erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat um 1,6 (August: 5,0) Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat berichtete. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Konsens einen Anstieg um 1,6 Prozent erwartet.

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Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise um 41,9 (August: 43,4) Prozent höher. Die Prognose von Volkswirten hatte auf eine Steigerung um 42,1 Prozent gelautet.

Für die gesamte EU nannte Eurostat im Vergleich zum Vormonat einen Anstieg der Erzeugerpreise um 1,5 Prozent, binnen Jahresfrist erhöhten sich die Preise um 41,4 Prozent. Die Produzentenpreise geben tendenziell die Richtung für die Verbraucherpreise vor: In der Regel reichen die Betriebe höhere oder niedrigere Einkaufskosten an ihre Kunden weiter.

Im Oktober hat die Europäische Zentralbank (EZB) eine große Zinserhöhung vorgenommen, um die hohe Inflation in den Griff zu bekommen. Die Leitzinsen stiegen um 75 Basispunkte. Dies war nach September die zweite große Zinserhöhung in Folge und insgesamt bereits der dritte Zinsschritt im laufenden Jahr. Mit ihren Zinserhöhungen will die EZB Kredite verteuern, um die Nachfrage zu bremsen und auf diese Weise die hohe Inflation dämpfen.

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