EZB: APP-Anleihebestände sinken um März um 15,392 Mrd Euro
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat im März wie geplant mit der Verringerung ihrer unter dem APP-Programm erworbenen Anleihebestände begonnen. Wie die EZB mitteilte, sanken diese Bestände insgesamt um 15,392 Milliarden Euro. Die APP-Bestände an öffentlichen Anleihen verringerten sich um 10,104 Milliarden Euro, die an Unternehmensanleihen um 1,848 Milliarden, die an Covered Bonds um 2,759 Milliarden und die an ABS um 0,681 Milliarden Euro. Laut EZB-Beschluss sollen die APP-Bestände bis Ende Juni monatlich um 15 Milliarden Euro verringert werden.
Die Anteile der Staatsanleihen der einzelnen Euro-Länder an den unter diesem Programm erworbenen Papieren haben sich im März erneut kaum verändert. Wie aus EZB-Daten hervorgeht, blieb der Staatsanleiheanteil Deutschlands bei 27,1 Prozent und Frankreichs sank auf 21,7 (Februar: 21,8) Prozent. Italiens Anteil blieb bei 18,1 Prozent und Spaniens stieg auf 12,9 (12,8) Prozent. Die Anteile am eingezahlten EZB-Kapital, an denen sich die Staatsanleihekäufe orientieren, betragen 26,1 Prozent, 20,2 Prozent, 16,9 Prozent und 11,8 Prozent.
Es sind nicht genügend Staatsanleihen von allen Euro-Ländern vorhanden, was durch höhere Käufe in den großen Mitgliedstaaten ausgeglichen wurde. Außerdem werden im Rahmen des APP keine griechischen Staatsanleihen erworben. Zudem kauften die Zentralbanken Anleihen supranationaler Organisation in schwankenden Mengen. Ihr Anteil am Bestand öffentlicher Anleihen blieb bei 10,5 Prozent.
Der Bestand der unter dem PEPP-Programm erworbenen Anleihen sank um 0,127 Milliarden Euro, darunter der an öffentlichen Anleihen um ebenfalls 0,127 Milliarden. Der Bestand an Commercial Paper wurde um 1,165 Milliarden Euro verringert und dafür der an Unternehmensanleihen um 1,165 Milliarden erhöht. Prinzipiell will die EZB die PEP-Bestände bis mindestens Ende 2024 unverändert lassen, was aber aufgrund von Inkongruenzen bei Fälligkeiten und Käufen nicht immer gelingt.
Italiens Anteil an den im Rahmen des Pandemieprogramms PEPP erworbenen Staatsanleihen erhöhte sich auf 19,1 (Januar: 19,0) Prozent, Griechenlands blieb bei 2,5 Prozent und Portugals bei 2,2 Prozent. Deutschlands Anteil erhöhte sich auf 26,4 (26,3) Prozent, Frankreichs sank auf 19,6 (19,9) Prozent und der der Niederlande auf 5,4 (5,5) Prozent.
Die EZB berichtet nur alle zwei Monate über die Zusammensetzung ihrer PEPP-Bestände.
Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com
DJG/hab/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 05, 2023 09:42 ET (13:42 GMT)