EZB: Hartes Kernkapital wird bei Bank-Abwicklung zuerst abgeschrieben
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Bei der Abwicklung einer Bank im Euroraum würde nach Aussage der Europäischen Zentralbank (EZB) laut den geltenden Regeln zuerst das harte Kernkapital abgeschrieben werden. "Der Abwicklungsrahmen, mit dem in der EU die vom Rat für Finanzstabilität nach der Finanzkrise empfohlenen Reformen umgesetzt werden, legt unter anderem die Reihenfolge fest, in der Aktionäre und Gläubiger einer in Schwierigkeiten geratenen Bank Verluste zu tragen haben", heißt es in einer Erklärung der EZB, der Abwicklungsbehörde SRB und des Bankenregulierers Eba.
Insbesondere seien die Instrumente des harten Kernkapitals die ersten, die Verluste auffangen müssten, und erst nach ihrer vollständigen Ausschöpfung müsse das zusätzliche Kernkapital abgeschrieben werden. "Dieser Ansatz wurde in der Vergangenheit konsequent angewandt und wird auch in Zukunft das Vorgehen des SRB und der EZB-Bankenaufsicht bei Kriseninterventionen bestimmen." Das zusätzliche Kernkapital bleibe ein wichtiger Bestandteil der Kapitalstruktur der europäischen Banken.