EZB: Monetäre Analysten sehen Inflation ab 2Q/2026 stabil bei 2%
Von Hans Bentzien
FRANKFURT (Dow Jones)--Die regelmäßig von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten geldpolitischen Analysten rechnen damit, dass die Inflation im Euroraum erst ab dem zweiten Quartal 2026 stabil bei 2 Prozent liegen wird. Wie aus der im Vorfeld der jüngsten EZB-Ratssitzung angestellten Umfrage hervorgeht, sehen diese Analysten die Inflation zwar schon einmal im vierten Quartal 2025 bei 2,0 Prozent, doch rechnen sie damit, dass sie im ersten Quartal 2026 wieder auf 2,1 Prozent steigen wird. Ab dem zweiten Quartal 2026 werden dann dauerhaft 2,0 Prozent prognostiziert. Bei der Kerninflation werden 2,0 Prozent demnach schon im dritten Quartal 2025 erreicht.
Laut der EZB-Mitteilung erwarten die Analysten für das dritte und vierte Quartal 2023 eine Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und für das erste Quartal 2024 wieder ein leichtes Wachstum (plus 0,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote wird sich nach Meinung der Experten in den nächsten Jahren kaum bewegen.
Die EZB wird ihren Einlagenzins laut der Umfrage erstmals im September 2024 (um 25 Basispunkte) senken und im vierten Quartal 2026 den langfristigen erwarteten Wert von 2 Prozent erreichen. Die unter dem PEPP-Programm erworbenen Anleihebestände werden demnach erst ab dem ersten Quartal 2025 zu schrumpfen beginnen.