EZB verhängt Millionenstrafe gegen Helaba
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat gegen die Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale (Helaba) eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 6,825 Millionen Euro verhängt. Die EZB begründete dies damit, dass die Helaba falsch berechnete risikogewichtete Aktiva für das Marktrisiko gemeldet habe.
Im Jahr 2020 habe die Helaba in drei aufeinanderfolgenden Quartalen niedrigere risikogewichtete Aktiva für Marktrisiken ausgewiesen, als sie hätte ausweisen müssen, erläuterte die EZB. Die Helaba habe bei der Ermittlung der risikogewichteten Aktiva für Marktrisiken mit ihren internen Modellen bewusst die erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten beim Ausbruch der Coronavirus-Pandemie außer Acht gelassen.
Damit sei die Bank über das hinausgegangen, was die befristeten Erleichterungen der EZB bei den Eigenkapitalanforderungen für das Marktrisiko zum damaligen Zeitpunkt zugelassen hätten. Die Bank habe der EZB wissentlich falsch berechnete Zahlen gemeldet und damit verhindert, dass sich die EZB ein umfassendes Bild von ihrem Risikoprofil habe machen können. Die Helaba könne die Entscheidung der EZB vor dem Gerichtshof der Europäischen Union anfechten, teilte die EZB zudem mit.
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February 13, 2023 02:28 ET (07:28 GMT)