Farbensparte im Blick

Akzo Nobel-Aktie im Plus: Nippon Paint wirbt erneut - Konzern hält an Axalta-Fusion fest


Akzo Nobel-Aktie im Plus: Nippon Paint wirbt erneut - Konzern hält an Axalta-Fusion fest

Der Lack- und Farbenhersteller Akzo Nobel hat wieder Interesse vom japanischen Rivalen Nippon Paint Holdings auf sich gezogen.

Es geht um die Farbensparte von Akzo unter anderem mit der Marke Dulux, die sich Nippon mittels eines indikativen Gebotes über 7,5 Milliarden Euro sichern will. Akzo und Nippon bestätigten am Montag entsprechende Berichte der Nachrichtenagentur Bloomberg. Allerdings sei der vorgeschlagene Deal zu niedrig, hieß es von den Niederländern, die weiter an der geplanten Fusion mit dem US-Lackhersteller Axalta festhalten wollen. Diese empfiehlt das Management auch weiter einstimmig den Anlegern.

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Nippon hatte es bereits zuvor auf Akzo Nobel abgesehen und wollte das Unternehmen zusammen mit dem US-Konzern Sherwin-Williams schlucken. Die beiden gaben gemeinsame Bestrebungen nach Widerstand von Akzo allerdings vor gut einem Monat auf.

Akzo Nobel und Axalta hatten im November die Pläne für den Zusammengang beider Unternehmen angekündigt. Durch die Fusion soll ein Hersteller mit einem geschätzten Unternehmenswert von rund 25 Milliarden US-Dollar (rund 21,5 Mrd Euro) entstehen. Akzo Nobel würde 55 Prozent an dem kombinierten Unternehmen halten und seine Börsennotierung nach New York verlegen.

Akzo Nobel auf Erholungskurs nach Offerte für Farbensparte

Eine Übernahmeofferte für die Decorfarben-Sparte von Akzo Nobel hat am Montag der Aktie des niederländischen Farben- und Lackherstellers Aufwärtsimpulse gegeben. Der Verwaltungsrat lehnte den Verkauf der Sparte Akzo Nobel Decorative Paints (Akzo Deco) jedoch ab.

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Zeitweise gelang es dem Papier, die 21-Tage-Durchschnittslinie, die den kurzfristigen Trend signalisiert zu überspringen und über 60 Euro zu klettern. Doch rasch bröckelten die Gewinne wieder ab. Zuletzt ging es um 1,9 Prozent auf 58,46 Euro nach oben.

Der Preis in Höhe von 7,5 Milliarden Euro, den der japanische Hersteller von Farben und Lacken, Nippon Paint, biete, entspreche einem Aufschlag von 13 Prozent im Vergleich zu seiner Bewertung der Einzelteile (Sum of the Parts) in Höhe von 6,65 Milliarden Euro, schrieb Marcus Dunford-Castro vom Analysehaus Jefferies. Er sieht die Offerte daher positiv. Sie verdeutliche den erheblichen Wert der Farbensparte, schrieb er.

Analyst James Hooper von Bernstein indes hält deren Verkauf angesichts der laufenden Fusion mit dem US-Autolackhersteller Axalta zwar für strategisch sinnvoll, da es mit Axalta vor allem in den Bereichen Beschichtungen und Konzernfunktionen Synergien für Akzo Nobel gebe. Der gebotene Preis sei allerdings zu gering, monierte er.

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Doch mit einer höheren Offerte müsste Nippon Paint Hoopers Worten zufolge die Verschuldung deutlich anheben. Eine Kapitalerhöhung wäre wahrscheinlich, schrieb er. Zudem seien die Verhandlungen durch die Bedingungen der Fusionsvereinbarung zwischen Akzo und Axalta eingeschränkt, weshalb aus diesen beiden Gründen ein angemessener Verkauf wohl noch eine Weile auf sich warten lassen dürfte. Im weiteren Verlauf des Jahrzehnts sei dies jedoch "durchaus möglich".

AMSTERDAM / FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Creativa / Shutterstock.com

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