Forschungserfolg

FMC-Aktie -17 Prozent, Fresenius-Aktie fällt deutlich: Studienerfolg von Novo Nordisk belastet Dialysebranche


FMC-Aktie -17 Prozent, Fresenius-Aktie fällt deutlich: Studienerfolg von Novo Nordisk belastet Dialysebranche

Ein Forschungserfolg des Diabetesspezialisten Novo Nordisk hat den Papieren von Dialyseanbietern am Mittwoch einen schweren Schlag versetzt.

Aktien von Fresenius Medical Care (FMC) brachen am Morgen in der Spitze um fast ein Viertel ein und gaben damit zeitweise ihre kompletten Kursgewinne für das Börsenjahr 2023 ab. Zum Handelsschluss betrug der Kursverlust dann noch 17,45 Prozent auf 32,74 Euro.

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In den USA verloren die Anteilsscheine des US-Konkurrenten DaVita an der NYSE 16,86 Prozent auf 75,89 US-Dollar. Um 7,84 Prozent auf 25,51 Euro sanken im Mittwochshandel derweil auch die Papiere der FMC-Mutter Fresenius.

Eine Studie von Novo Nordisk mit seinem Antidiabetikum bei chronischen Nierenpatienten sei unerwartet früh zur befürchteten Belastung geworden, schrieb JPMorgan-Analyst David Adlington in seiner ersten Reaktion. Die Dänen könnten die Studie vorzeitig beenden - wegen erwiesener Wirksamkeit. Das mittel- bis langfristige Wachstum bei der Anzahl der Dialysepatienten dürfte damit ordentlich gebremst werden, so der Experte.

Das befürchtet auch der UBS-Experte Graham Doyle - allerdings erst in etwa zehn Jahren. Er erklärt die Folgen der Studie mit dem Diabetesmittel für Dialysebehandlungen: Es sei nun erwiesen, dass die Novo-Arznei das Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung (CKD) verlangsamt. CKD sei die Ursache für Nierenversagen und dies wiederum der Grund für Dialysebehandlungen.

/ag/tih/stk

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Fresenius Medical Care, Fresenius Medical Care

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