Freigabewelle

SpaceX-Aktie: Freigabetermin für weitere hunderte Millionen neue Aktien rückt näher


SpaceX-Aktie: Freigabetermin für weitere hunderte Millionen neue Aktien rückt näher

Nach der ersten Freigabewelle steht bei SpaceX bereits der nächste Termin an, der den Streubesitz erneut deutlich vergrößert.

  • SpaceX-Anleger richten den Blick auf den nächsten Freigabetermin im August
  • Nach der ersten Verkaufswelle zeigt sich am Markt ein feiner Stimmungswandel
  • Analysten bleiben trotz der Unsicherheit mehrheitlich zuversichtlich
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Bei der SpaceX-Aktie rückt der 20. August in den Fokus, an dem laut Börsenprospekt eine weitere Tranche von rund 319 Millionen Aktien aus Insider- und Frühinvestorenbesitz frei handelbar wird. Es ist bereits die zweite große Freigabe binnen weniger Wochen, nachdem am vergangenen Donnerstag erstmals bis zu 911,5 Millionen Aktien auf den Markt kamen. Anleger fragen sich, wie stark der wachsende Streubesitz den ohnehin volatilen Kurs künftig belastet.

Gestaffelte Freigaben statt klassischer Sperrfrist

SpaceX hat bei seinem Börsengang auf eine ungewöhnliche Konstruktion gesetzt: Statt einer einmaligen 180-Tage-Sperrfrist sieht der Prospekt neun gestaffelte Freigabetermine vor. Bernstein bezeichne das Modell als ungewöhnlich komplex im Vergleich zu klassischen Lockup-Strukturen. Die erste Tranche vom 6. August hob den frei handelbaren Streubesitz von 638,9 Millionen auf 1,55 Milliarden Aktien, was einem Anstieg von 4,9 Prozent auf 11,9 Prozent aller ausstehenden Aktien entspricht. Am 20. August kommt laut Prospekt eine weitere Tranche in vergleichbarer Größenordnung hinzu, rund 20 Tage später folgt eine zusätzliche Freigabe. Bis Jahresende sollen so insgesamt mehr als 4 Milliarden Aktien handelbar werden, was rund 40 Prozent von SpaceX entspräche. Die übrigen etwa 60 Prozent, darunter die 6,4 Milliarden Aktien und Optionen von Elon Musk, bleiben bis Juni 2027 gesperrt, ein Verkauf gilt als unwahrscheinlich.

SpaceX-Aktie zwischen Quartalszahlen und Stimmungswandel

Die SpaceX-Aktie, die am 12. Juni zum Ausgabepreis von 135 US-Dollar an die NASDAQ gegangen war, notiert seit Mitte Juli durchgehend unterhalb dieser Marke. Am 4. August legte das Raumfahrtunternehmen nach Börsenschluss die ersten Quartalszahlen als börsennotiertes Unternehmen vor und übertraf mit einem Umsatz von 7,8 Milliarden US-Dollar die Erwartungen.

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Letztlich notierte die SpaceX-Aktie am Donnerstag an der NASDAQ 3,33 Prozent tiefer bei 141,29 US-Dollar.

Inzwischen verschob sich das Anlegerverhalten: Privatanleger verkauften am 7. August laut Vanda-Research-Daten erstmals seit dem Börsengang per Saldo SpaceX-Aktien mit einem Nettoverkauf von 4,5 Millionen US-Dollar, nachdem sie zuvor durchgehend Nettokäufer gewesen waren. Zum Vergleich: Der höchste je gemessene Nettokauf lag bei 144,6 Millionen US-Dollar Mitte Juni. Sam North von eToro erklärte gegenüber Reuters, ein solcher Stimmungswechsel sei selten auf einen einzelnen Auslöser zurückzuführen, sondern meist eine Mischung aus Gewinnmitnahmen, Ermüdung der Positionierung und einer Neubewertung des Risiko-Rendite-Verhältnisses.

Analystenlager bleibt für SpaceX-Aktie überwiegend optimistisch

Unter Analysten überwiegt laut TipRanks trotz der Kursschwäche seit Mitte Juli eine positive Einschätzung: Von 31 Analysten empfehlen 24 die Aktie mit Buy, fünf mit Hold und zwei mit Sell, das mittlere Kursziel liegt bei 231,15 US-Dollar bei einer Spanne von 75 bis 800 US-Dollar. Arete Research hob das Kursziel erst vor Kurzem auf 450 US-Dollar von zuvor 401 US-Dollar an und bestätigte die Einstufung Buy. Argus Research stufte die Aktie Anfang August derweil von Hold auf Buy hoch und nannte ein Kursziel von 160 US-Dollar. JPMorgan bestätigte zu Beginn dieses Monats ebenso die Einstufung Buy und erhöhte das Kursziel auf 240 US-Dollar von 225 US-Dollar. Piper Sandler blieb gleichzeitig bei Hold, senkte das Kursziel jedoch auf 140 US-Dollar von 156 US-Dollar.

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Ob der Markt die zweite Freigabewelle ähnlich gelassen aufnimmt wie die erste, dürfte sich in den Handelstagen unmittelbar danach zeigen. Ob sich der leichte Stimmungswandel bei Privatanlegern fortsetzt, zeigt sich an den kommenden Handelstagen.

Thomas Zoller, Bettina Schneider, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: Juan Alejandro Bernal / Shutterstock.com, SpaceX

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