GDV: Hohe Versicherungsschäden durch Unwetterserie Ende August
BERLIN (Dow Jones)--Die Versicherungswirtschaft hat in einer ersten Bilanz hohe Versicherungsschäden durch die Unwetterserie von Ende August festgestellt. "Wir gehen derzeit von versicherten Schäden von insgesamt gut 900 Millionen Euro aus", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. "Für den gesamten August summieren sich damit die Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen auf 1,5 Milliarden Euro", erklärte er.
In der Statistik enthalten sind laut GDV Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben über 550 Millionen Euro für die Unwetterserie Ende August beziehungsweise 950 Millionen Euro für den gesamten Monat. In der Kfz-Versicherung fielen demnach Schäden in Höhe von 350 Millionen beziehungsweise 550 Millionen Euro an. Für das erste Halbjahr 2023 hat der GDV nach eigenen Angaben versicherte Naturgefahrenschäden von 1,9 Milliarden Euro bilanziert. Das liege unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Im Gesamtjahr 2022 hatte der Schadenaufwand bei 4,3 Milliarden Euro gelegen, leicht über dem langjährigen Durchschnitt von 4,2 Milliarden Euro.
Vor diesem Hintergrund appellierte Asmussen an die Politik, Prävention und Klimafolgenanpassung nicht zu vernachlässigen. "Wir müssen uns auf die Klimafolgen mit immer mehr Wetterextremen einstellen. Die Anpassung des Baurechts, weniger Flächenversiegelungen und ein Baustopp in Überschwemmungsgebieten müssen zügig umgesetzt werden", forderte er.
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September 11, 2023 07:42 ET (11:42 GMT)