Gegen den Trend

Infineon-Aktie trotzt dem Trend: AIXTRON, SUSS MicroTec und ASML & Co. geben nach


Infineon-Aktie trotzt dem Trend: AIXTRON, SUSS MicroTec und ASML & Co. geben nach

Während einige deutsche Chipwerte am Mittwoch Federn lassen, stemmt sich ausgerechnet Infineon gegen den Trend.

  • Die Infineon-Aktie notiert am Mittwoch im Plus und trotzt dem Chip-Sektor
  • AIXTRON, SUSS MicroTec, ASML und weitere Chipwerte geben dagegen nach
  • Am 5. August legt Infineon seine Quartalszahlen vor
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Der Halbleitersektor zeigt am Mittwoch zwei Gesichter: Während viele deutsche Chipwerte nach der kräftigen Erholung zu Wochenbeginn und am Dienstag wieder nachgeben, hält sich die Aktie von Infineon im Plus. Der DAX-Konzern gewinnt im XETRA-Handel zeitweise 2,62 Prozent auf 69,31 Euro und setzt sich damit vom eher schwächeren Branchenumfeld ab.

Chipwerte geben die Vortagsgewinne wieder ab

Am Dienstag hatte eine Erholung der asiatischen Chipbörsen den gesamten deutschen Halbleitersektor angetrieben, gestützt von sinkenden Ölpreisen und der Hoffnung auf eine Entspannung im Nahost-Konflikt.

Am Mittwoch dreht das Bild jedoch etwas: Die Aktien von AIXTRON verlieren via XETRA zeitweise 0,92 Prozent auf 42,05 Euro, für SUSS MicroTec geht es 0,18 Prozent abwärts auf 83,90 Euro, während JENOPTIK 0,9 Prozent auf 39,70 Euro nachgeben und LPKF Laser stabil bei 16,70 Euro notieren. Die Aktie des niederländischen Ausrüsters ASML gibt in Amsterdam zeitweise 1,27 Prozent auf 1.573,20 Euro nach.

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Mit Infineon freundlich zeigen sich hingegen PVA TePla mit einem Plus von 0,84 Prozent auf 38,42 Euro.
Die Papiere von Elmos Semiconductor können ihre anfänglichen Gewinne nicht halten und fallen ebenfalls ins Minus zurück.

Was die Infineon-Aktie stützt

Für die relative Stärke gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Bereits am 20. Juli hatte Infineon mit einer Ad-hoc-Mitteilung einen optimistischen mittelfristigen Ausblick bekräftigt, woraufhin das Analysehaus MWB Research die Aktie von "Sell" auf "Hold" hochstufte und ein Kursziel von 60 Euro nannte. Zudem beliefert der Münchener Konzern mit Leistungshalbleitern, Sensorik und Energieelektronik breite Endmärkte von Rechenzentren über die Elektromobilität bis zur Industrie, was ihn weniger abhängig von einzelnen Nachrichten aus dem Zuliefererumfeld macht.

Blick auf die Quartalszahlen am 5. August

Den nächsten großen Prüfstein liefert Infineon selbst. Am 5. August legt der Konzern die Zahlen zum dritten Geschäftsquartal 2026 vor, seit Wochenbeginn befindet er sich dafür in der sogenannten Quiet Period. Analysten rechnen Berichten zufolge im Schnitt mit einem Umsatz von rund 4,13 Milliarden Euro. Bereits am Donnerstag öffnet zudem mit STMicroelectronics ein europäischer Wettbewerber die Bücher, dessen Zahlen als Gradmesser für die Nachfrage im Halbleitersektor gelten.

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Julia Walter, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images, 360b / Shutterstock.com

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