Geringster Anstieg der Erzeugerpreise seit April 2021


WIESBADEN (Dow Jones)--Der Kostenschub bei den deutschen Erzeugerpreisen hat im April deutlich nachgelassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im April um 4,1 Prozent höher im gleichen Monat des Vorjahres. Das ist der geringste Anstieg binnen Jahresfrist seit April 2021. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatte eine Rate von 4,4 Prozent erwartet. Im März hatte die jährliche Steigerung noch 6,7 Prozent betragen.

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Im Vergleich zum Vormonat stiegen die deutschen Erzeugerpreise um 0,3 Prozent, wie Destatis weiter mitteilte. Dies ist der erste Anstieg gegenüber dem Vormonat seit September 2022. Volkswirte hatten einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im April 4,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat und stiegen gegenüber März um 0,1 Prozent.

Bei dieser Statistik werden die Preise ab Fabrik erhoben, also bevor die Produkte und Rohstoffe in den Handel kommen. Die Erzeugerpreise können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Inflation geben. In der Regel schlagen veränderte Erzeugerpreise früher oder später auf den Handel und damit auf die Verbraucher durch.