Habeck: Aufbau der LNG-Terminals trotz höherer Kosten notwendig


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat die Verdoppelung der Kosten für die Anschaffung und den Unterhalt schwimmender Flüssigerdgas-Terminals verteidigt. Er führte die Kostensteigerung um mehr als das Doppelte auf gut 6,5 Milliarden Euro auf die höhere Anzahl der geplanten LNG-Anlagen und die Ausgaben für den Infrastrukturausbau zurück. Es sei politisch notwendig gewesen, diese Terminals zur Verbesserung von Deutschlands Energieversorgung staatlich zu finanzieren.

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"Wir sind jetzt bei sechs staatlich organisierten Projekten. Dazu muss man dann auch sagen, dass sechs Projekte davor nicht am Markt waren", erklärte Habeck im Anschluss an den 2. Roundtable zum "Ausbau der Produktionskapazitäten für die Energiewende". Zuvor hatte der Spiegel über die im Haushalt veranschlagten zusätzlichen Kosten berichtet. Im Haushaltsentwurf 2022 vom Frühjahr waren noch 2,94 Milliarden Euro für die LNG-Terminals eingeplant.

Nach Habecks Einschätzung ergibt sich die Notwendigkeit zur staatlichen Finanzierung der Flüssiggasterminals aus der Logik, dass bislang keine marktwirtschaftlich getragenen Projekte entstanden seien.

Man habe von staatlicher Seite Tempo gemacht beim Bau der neuen Flüssiggasterminals, damit sie wie in Wilhelmshaven und Brunsbüttel zügig ans Netz gehen können. Dies haben man getan, um "damit einen weiteren Beitrag leisten zu können, dass die Energieversorgung, in diesem Fall die Gasversorgung, in Deutschland sicherer wird", betonte Habeck. "Dass das politisch notwendig ist, will ich noch einmal unterstreichen."

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Er zeigt sich zudem zuversichtlich, dass die höheren Kosten sich "teilweise" auch wieder einspielten durch die Netzentgelte. "Denn wenn dann LNG, also Gas, durch diese Projekte nach Deutschland reinfließt, dann wird durch Entgelte ein Teil der Kosten wieder eingespielt werden", sagte Habeck. "Welcher Teil der Kosten, ist schwer zu berechnen. Es ist (aber) nicht nur eine Einbahnstraße."

Zum Jahreswechsel 2022/23 soll am Standort Wilhelmshaven das Flüssigerdgasterminal Hoegh Esperanza eingesetzt werden. In Brunsbüttel soll ein weiteres Hoegh-Schiff ebenfalls zum Jahreswechsel stationiert werden. Auch die anderen geplanten LNG-Terminals sollen in Norddeutschland zum Einsatz kommen.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/uxd

(END) Dow Jones Newswires

November 21, 2022 07:01 ET (12:01 GMT)