Habeck: Stahlindustrie hat dank Dekarbonisierungsprojekt Zukunft in Deutschland


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat bei der Übergabe einer milliardenschweren Förderzusage an Thyssenkrupp Steel Europe die Bedeutung des größten Dekarbonisierungsprojekt in Deutschland hervorgehoben. Die Stahlindustrie habe so eine Zukunft in Deutschland. Bei seinem Besuch in Duisburg übergab er zusammen mit seiner nordrheinwestfälischen Landeskollegin Mona Neubaur (Grüne) die 2 Milliarden Euro Förderzusage von Bund und Land für das Projekt "tkH2steel", nachdem die Europäische Kommission in vergangenen Woche grünes Licht gegeben hatte für die Transformation von Thyssenkrupp Steel Europe hin zur Klimaneutralität.

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"Das Unternehmen zeigt mit seinem sehr ambitionierten Projekt, dass es durch konsequenten Einsatz von Wasserstoff möglich ist, den Stahlsektor als größten industriellen CO2-Emittenten in Deutschland zu dekarbonisieren. Die Stahlindustrie in Deutschland hat mit dieser zentralen Weichenstellung eine Zukunft. Das sichert auch langfristig zahlreiche Arbeitsplätze", sagte Habeck beim Besuch.

Durch die Teil-Umrüstung des größten europäischen Stahlhüttenwerks und die Umstellung der Fertigung auf Wasserstoff sollen laut Wirtschaftsministerium jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden. Das Unternehmen plane hierfür Investitionen von knapp 3 Milliarden Euro.

Das Unternehmen plant den Bau einer großen mit Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlage mit zwei nachgeschalteten Einschmelzern. Mit 140.000 Tonnen grünem Wasserstoff sollen demnach zukünftig jährlich bis zu 2,3 Millionen Tonnen Roheisen klimaneutral hergestellt werden. Die neuen Anlagen sollen ab Ende 2026 in Betrieb gehen und planmäßig ab 2027 stufenweise auf grünen Wasserstoff umgestellt werden, so das Ministerium.

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Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

July 26, 2023 10:20 ET (14:20 GMT)

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