US-Berufungsgericht hebt Zoll-Blockade auf: DAX schließt unter 24.000er-Marke - Rekord außer Reichweite -- US-Börsen letztlich fester -- NVIDIA über Erwartungen -- Vonovia, C3.ai, Salesforce im Fokus
MDAX-Wechsel im Juni: JPMorgan sieht IONOS als Ersatz für Jenoptik. Danone verliert stellvertretenden CEO. Großaktionär Spohn verkauft Aktien von Heidelberg Materials. Tesla-Aktie im Fokus: Musks politischer Rückzug - Kimbal Musks Verkäufe. BPs Castrol weckt wohl Interesse von Reliance & Co. S&P hebt Rating-Ausblick der Deutschen Telekom an.
Der DAX notierte zur Startglocke höher und konnte sich zunächst auf grünem Terrain halten. Im Verlauf stampfte er seine Gewinne jedoch wieder ein und fiel unter die Nulllinie. Er beendete die Sitzung 0,44 Prozent tiefer bei 23.933,23 Punkten. Von seiner aktuellen Bestmarke von 24.325,97 Zählern war er damit wieder ein gutes Stück entfernt.
Am Donnerstag rückten die starken Quartalszahlen des US-Chipherstellers NVIDIA in den Fokus der Anleger. "Der König der Künstlichen Intelligenz hat trotz Handelskonflikts geliefert", kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management laut dpa-AFX.
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Der EURO STOXX 50 eröffnete den Handelstag im Plus, im Verlauf fiel er jedoch zurück und notierter schlussendlich 0,14 Prozent im Minus bei 5.371,10 Punkten.
Ein US-Bundesgericht hat entschieden, dass Präsident Trump mit seinen auf einen nationalen Notstand gestützten Zöllen seine Befugnisse überschreitet. "Der Gerichtsentscheid dürfte zunächst alle anderen Themen überlagern - besonders Exportwerte wie Autoaktien könnten deutlich zulegen", so ein Händler. Parallel dazu überzeugte das KI-Vorzeigeunternehmen NVIDIA mit seinen Quartalszahlen, die über den Prognosen lagen.
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Der Dow Jones notierte zum Handelsbeginn etwas fester. Zwischenzeitlich fiel er an seinen Vortagesschlusskurs zurück. Letztlich konnte er jedoch um 0,28 Prozent auf 42.215,73 Punkte zulegen.
Ein Rückschlag für die aggressive US-Zollpolitik Trumps wurde am Donnerstag zunächst positiv aufgenommen, die Euphorie verflog jedoch recht schnell wieder. Kurz vor Handelsschluss in den USA wurde dann jedoch bekannt, dass ein Berufungsgericht die angeordnete Blockade fast aller Zölle von US-Präsident Donald Trump vorerst aufgehoben hat.
Derweil stützten starke Geschäftszahlen des KI-Chipgiganten NVIDIA die Hoffnung der Anleger auf eine anhaltende KI-Rally an den Märkten. Etwas Aufmerksamkeit lenkten darüber hinaus die kurz vor Handelsbeginn veröffentlichten detaillierten Daten zur US-Wirtschaftsentwicklung im ersten Quartal auf sich. Wie das Handelsministerium im Rahmen einer ersten Datenrevision berichtete, verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf das Jahr hochgerechnet um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
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In Tokio gewann der japanische Leitindex Nikkei 225 schlussendlich 1,88 Prozent auf 38.432,98 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland legte der Shanghai Composite indes 0,7 Prozent auf 3.363,45 Einheiten zu.
In Hongkong wies der Hang Seng schließlich einen Aufschlag von 1,35 Prozent auf 23.573,38 Zähler aus.
Die Börsen in Asien verzeichneten am Donnerstag Kursgewinne. Auslöser der positiven Stimmung war eine Entscheidung des US-Gerichts für Internationalen Handel, das bestimmte von der US-Regierung verhängte Zölle für rechtswidrig erklärt hat. Das Gericht urteilte, dass Präsident Donald Trump seine Kompetenzen überschritten habe - die Regelung des Außenhandels sei laut Verfassung dem US-Kongress vorbehalten. Geklagt hatten mehrere kleinere US-Firmen.
Allerdings hat die US-Regierung gegen das Urteil Berufung eingelegt. Analyst Michael Wan von der MUFG Bank geht davon aus, dass die Zölle während des Berufungsverfahrens vorerst in Kraft bleiben. Er rechnet damit, dass die Regierung den Fall bis vor den Obersten Gerichtshof bringt. "Das dürfte eine Phase rechtlicher Unsicherheit einläuten, deren Dauer derzeit schwer abzuschätzen ist", so Wan laut Dow Jones Newswires.
Der deutsche Leitindex konnte seine Gewinne am Donnerstag nicht verteidigen.
Der TecDAX startete ebenfalls stärker und konnte sich auch im Anschluss in der Gewinnzone halten. Bis zum Handelsende gab er seine Gewinne jedoch fast vollständig ab und verabschiedete sich marginale 0,07 Prozent höher bei 3.852,02 Zählern in den Feierabend.
Daneben gab es eine überraschende Entwicklung im US-Handelsstreit.
Ein Gerichtsurteil stellt zudem die Zollpolitik von Präsident Donald Trump infrage, die zuletzt für Verunsicherung an den Märkten gesorgt hatte. Der Gerichtsentscheid überlagerte zunächst alle anderen Nachrichten. Die Euphorie darüber wurde jedoch jäh gedämpft, nachdem kritische Stimmen laut wurden, dass das Urteil noch kein Ende des Handelsstreits bedeuten dürfte.
Anleger an den europäischen Aktienmärkten hielten sich am Donnerstag zurück.
Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag freundlich.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite ging deutlich höher in die Sitzung. Im Verlauf schmolzen die Gewinne zwar etwas ab, dennoch hielt er sich letztlich 0,39 Prozent höher bei 19.175,87 Zählern.
Die asiatischen Börsen setzten am Donnerstag zu einer Erleichterungsrally an.
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