ifo-Institut: Deutsche Unternehmen geben gestiegene Kosten verzögert weiter
BERLIN (Dow Jones)--Deutsche Unternehmen geben ihre gestiegenen Einkaufspreise langsam und unvollständig an ihre Kunden weiter. Das geht aus einer Umfrage des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung hervor, wie das Institut mitteilte. Demnach haben die Firmen in den vergangenen Monaten ihre Einkaufspreise erst zu 34 Prozent durchgereicht. Bis April planen sie, auf 50 Prozent zu erhöhen. "Dies führt voraussichtlich zu weiterem Inflationsdruck bei den Verbraucherpreisen in den nächsten Monaten", sagte Ifo-Forscher Manuel Menkhoff. Eine schwache Nachfrage, Wettbewerbsdruck und langfristige Vertragslaufzeiten hemmten die Firmen nach ihren eigenen Angaben bei Preiserhöhungen.
Die Branchen unterscheiden sich der Umfrage zufolge erheblich: Am stärksten plant die Industrie zu 68 Prozent, höhere Einkaufspreise für Energie, Rohstoffe und Vormaterialien durchzureichen, dann folgt der Bau mit 66 Prozent. Im Handel sind es 53 Prozent, bei den Dienstleistern nur 36 Prozent. In der Industrie allein reicht die Spanne von 89 Prozent bei den Produzenten von Schuhen und Lederwaren bis zu 38 Prozent in der Getränkeherstellung.
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November 21, 2022 03:17 ET (08:17 GMT)